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Medienhistorisches Forum – Bewerbung bis 14. Oktober 2018 möglich

AbsolventInnen und NachwuchswissenschaftlerInnen können sich mit verlängerter Frist noch bis 14. Oktober bewerben, um ihre Arbeiten und Projekte im Medienhistorischen Forum am 09. und 10. November 2018 in Lutherstadt Wittenberg zu präsentieren. Die Veranstalter sind Kai Knörr (Studienkreis Rundfunk und Geschichte), Dr. Erik Koenen und Christina Sanko (Sprecher des Nachwuchsforums Kommunikationsgeschichte der DGPuK – NAKOGE) sowie Dr. Thomas Birkner und Dr. Christian Schwarzenegger (Sprecher der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK). Es können bis zu 20 NachwuchswissenschaftlerInnen teilnehmen. Näheres zu den Teilnahmebedingungen entnehmen Sie bitte unserem untenstehenden Call. Senden Sie Ihr Paper bitte innerhalb der verlängerten Frist an unser Vorstandsmitglied Dr. Judith Kretzschmar: jkretz@uni-leipzig.de.

Medienhistorisches Forum am 09./10. November 2018 in Wittenberg

Auch in diesem Jahr erhalten NachwuchswissenschaftlerInnen wieder die Möglichkeit, Forschungsthemen aus der Kommunikations- und Mediengeschichte vorzustellen und mit ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis über Fragestellungen, Probleme und Methoden ihrer Projekte zu diskutieren. Das Medienhistorische Forum für AbsolventInnen und Forschungsnachwuchs versteht sich als Plattform, die eine Vernetzung mit anderen ForscherInnen, aber auch mit VertreterInnen von Rundfunkanstalten und Medienarchiven in einer freundlichen und produktiven Atmosphäre ermöglichen soll. Willkommen sind Papers zur Kommunikations- und Mediengeschichte in ihrer ganzen Breite.
Die Veranstalter sind Kai Knörr (Studienkreis Rundfunk und Geschichte), Dr. Erik Koenen und Christina Sanko (Sprecher des Nachwuchsforums Kommunikationsgeschichte der DGPuK – NAKOGE) sowie Dr. Thomas Birkner und Dr. Christian Schwarzenegger (Sprecher der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK).

Am Medienhistorischen Forum für AbsolventInnen und Forschungsnachwuchs können bis zu
20 NachwuchswissenschaftlerInnen teilnehmen. Dies kann in zweierlei Weise erfolgen:

1.    Vortragende Teilnahme: Der/ die Teilnehmende bewirbt sich mit einem Exposé und stellt bei angenommenem Exposé sein/ ihr Thema vor, das anschließend ausführlich diskutiert wird.

2.    Diskutierende Teilnahme: Der/ die Teilnehmende bewirbt sich mit einem Exposé und nimmt bei nicht angenommenem Exposé durch Diskussion aktiv am Forum teil.

Voraussetzung für die Teilnahme am Medienhistorischen Forum ist die Einreichung eines Exposés, das die Grundlinien des geplanten Vortrages (Fragestellung, Methode/theoretische Perspektive, Quellen) umreißt und zwei Seiten Text (6.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, plus Literaturangaben) umfassen soll. Die Exposés sind bis zum 01. September 2018 an folgende Adresse zu mailen:

Dr. Judith Kretzschmar, Studienkreis Rundfunk und Geschichte e.V., jkretz@uni-leipzig.de

Die Auswahl der Vorträge erfolgt in einem anonymen Reviewverfahren durch die Veranstalter. Deshalb sollten alle Angaben zur Person nur auf dem Deckblatt des Exposés platziert sein. Die neun besten Einreichungen werden als Vorträge angenommen, die Nächstplatzierten werden zur diskutierenden Teilnahme eingeladen.

Vortragende TeilnehmerInnen erhalten eine Reisekostenunterstützung von bis zu 100 Euro.
Eröffnet wird die zweitägige Veranstaltung traditionell mit einem Expertenvortrag, der Einblicke in Praxisfelder von Medien und Forschung gibt. Es besteht die Möglichkeit einer preiswerten Übernachtung im Einzelzimmer (Du, WC) direkt am Tagungsort für 35 Euro.

Rückblick zur Tagung in Mannheim

Materialitäten – An den Schnittstellen von Rundfunk- und Technikgeschichte
Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte im TECHNOSEUM Mannheim

von Uwe Breitenborn

Materialitäten der Mediengeschichte standen im Fokus der diesjährigen Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte, die am 28. und 29. Juni 2018 in Kooperation mit dem TECHNOSEUM Mannheim stattfand. Der Tagungsort war für dieses Vorhaben ein Glücksfall und wurde zugleich mit Bedacht gewählt, da das Museum justament am 28. Juni feierlich einen neuen Ausstellungsteil zur Mediengeschichte eröffnete. Das passte also hervorragend. Abzutasten, welche Wege in der aktuellen und künftigen Rundfunkforschung zur Technikgeschichte führen und wie diese zum Verständnis der Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts, aber auch der medialen Gegenwart im 21. Jahrhundert nutzbar gemacht werden kann, das war die Intention der Tagung. Wie gehen wir in neuen handwerklichen und künstlerischen Kontexten mit analogem Material und Gerät um? Welche Rolle spielen technische Umgebungen für die Mediengestaltung? Wie kann das technische und handwerkliche Wissen des Magnetbands und der Elektronenröhre zum medienhistorischen Verständnis des 20. Jahrhunderts aufbereitet werden? Braucht es, ähnlich zur Musikgeschichte, eine „historische Aufführungspraxis“ analoger Medien? Welche Berührungspunkte gibt es zwischen Archiv und Technikmuseum?

Die Tagungsteilnehmer wurden zunächst von Alexander Badenoch (Vorsitzender des Studienkreises) und Stefanie Roth begrüßt. Die Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im TECHNOSEUM verwies auf die Philosophie des Hauses, sozialgeschichtliche Aspekte der Technikgeschichte zu fokussieren. Naturwissenschaftliche Kenntnisse sind dabei als Voraussetzung für die Technikentwicklung von höchstem Stellenwert. Anschließend überraschte die Leiterin des SWR-Studios Mannheim-Ludwigshafen, Dagmar Schmidt, in ihrer Begrüßung mit einem Exemplar ihrer Magisterarbeit, die sie unter Betreuung der Studienkreis-Urgesteine Friedrich P. Kahlenberg und dem anwesenden Wolfgang Hempel an der Mannheimer Universität geschrieben hat. Ganz nebenbei betonte Dagmar Schmidt damit auch, dass wesentliche Wurzeln der deutschen Mediengeschichtsforschung in dieser lebhaften Region Baden-Württembergs liegen. Im Mittelpunkt ihrer Rede stand jedoch die Frage, wie die Regionalprogramme des Südwestfunks auf die technischen Herausforderungen der Gegenwart reagieren. Das sprachliche Bild vom „Reporter-Rucksack“, der den klassischen Ü-Wagen abzulösen beginnt, stand hier stellvertretend für Miniaturisierungs- und Digitalisierungstrends.

Jürgen Grimm von der Universität Wien setzte in seiner Keynote über Geschichtskommunikation ganz eigene Akzente zum Tagungsthema. Er stellte ein Forschungsdesign vor, bei dem die Wirkung sogenannter Geschichtskommunikate (Filme) länderübergreifend analysiert wurde. Mit teils recht überraschenden Ergebnissen. Er fragt, ob beispielsweise Holocaust-Filme bei der Humanitätsvermittlung (Aggressionskontrolle, Communitas-Fähigkeiten u.a.) funktionieren. So wurde Alain Renais Film „Nacht und Nebel“ (1956) Probanden in acht Ländern vorgespielt und danach Einstellungsänderungen registriert. Interessant war der Misanthropie-Effekt, der vor allem in Deutschland und Österreich festgestellt werden konnte. In der Diskussion wurde berechtigter Weise kritisch nachgefragt, inwieweit diese Effekte nicht zu kurzfristig angelegt sind, da sich Einstellungsänderungen eher längerfristig vollziehen.
Im ersten Panel „Arbeitsumgebungen“ näherte sich Kiron Patka (Tübingen) in seinem „Werkstattbericht“ dem „Sehnsuchtsort Pult“, womit er auf geschlechtsspezifische Rollenmuster in technischen Berufen in der Radioproduktion nach 1945 aufmerksam machte. Es ist durchaus beklemmend zu registrieren, dass Frauen noch in den siebziger Jahren aus wichtigen Berufs- und Ausbildungsfeldern systematisch ausgegrenzt waren. Frauen und Männer arbeiteten als Tontechniker/innen; von Tätigkeiten technischer Kontrolle am Mischpult waren Frauen aber kategorisch ausgeschlossen. Frauen standen „am Band“. Der unbedarfte Schlager „Wir sind die Mädchen vom Band“ von Helmut Enz verlieh dieser Erkenntnis eine durchaus bizarre Note. Die anschließende rege Diskussion offenbarte die Notwendigkeit, Genderaspekte in der Technikbetrachtung stärker in den Blick zu nehmen und dabei vergleichend die Entwicklung in der DDR zu betrachten.
Im zweiten Panel ging es um Medienarchäologien. Archäologie ist die Wissenschaft von den sichtbaren Überresten alter Kulturen, von der schichtweisen Freilegung verdeckter Befunde. Einen experimentellen Zugang zur Medienarchäologie beschrieb Stefan Krebs (Luxemburg) am Beispiel der Geschichte der Kunstkopf-Stereophonie. Gemeinsam mit dem Bayrischen Rundfunk wurde 2016 ein Hörspiel mit historischer Kunstkopf-Technik umgesetzt, das gleichzeitig auch als künstlerische Performance daherkam. Sein Vortrag stellte diesen Ansatz einer experimentellen Medienarchäologie als heuristisches Mittel vor, das helfen kann, ein historisch-kritisches Verständnis für die sozio-technische Konstruktion von Medieninhalten und zugleich einen quellenkritischen Blick zu entwickeln, indem man die handwerklichen Abläufe praktisch nachvollzieht Im zweiten Vortrag des Panels widmete sich Andre Dechert von der Uni Augsburg der Frage, wie der Programmaustausch hinsichtlich amerikanischer Serien bis in die sechziger Jahre organisiert war. Entsprechend der damaligen Bildstandards wurden 16mm-Kopien zu den Sendern transportiert, die diese nach Ausstrahlung weiter- oder zurückgeben mussten. Dieses ans Material gebundene und damit aufwendige Distributionsverfahren und die darin involvierten Akteure waren in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten Vorboten transnationaler Fernsehmärkte, die sich bis heute immer mehr verdichteten und ausdifferenzierten.

Der zweite Tagungstag begann mit den Arbeitstreffen der Fachgruppen des Studienkreises: Rezeptionsgeschichte, Radiofeature, Speicherkulturen und Rundfunkhistorische Gespräche. Zudem wurde eine neue Gruppe zur Technikgeschichte ins Leben gerufen, die thematisch eng mit der Speicherkulturen-Gruppe korrespondieren soll. Anke Keller, die Kuratorin der neuen Ausstellung „Mediengeschichte“ im TECHNOSEUM, führte im Anschluss die Tagungsteilnehmer durch die Ausstellung und konnte dabei nochmal exklusiv das museumsdidaktische Konzept erläutern.

Den Start ins finale Panel der Tagung übernahmen Britta Herrmann und Vera Mütherig (Münster), die in ihrer Präsentation die Materialität und Ästhetik audiomedialer Texte am Beispiel einiger Hörspiele unter die Lupe nahmen. Aus einem eher literaturwissenschaftlichen Kontext heraus fragten sie nach der ästhetischen Funktion von Materialität im akustischen Erzählen. Hört man eine Materialität des Digitalen? Die „Hyperbrillianz des Digitalen“ scheint Materialitäten zu verdecken, aber die Forscherinnen konnten zeigen, welche historisch neuen Spuren hörbar werden. Auch der oft beschriebene „Bruch mit dem Analogen“ sei so nicht klar zu konstatieren.
Um „Verschaltungen“ ging es bei Christina Dörfling aus Berlin, die bereits eine Masterarbeit zur Geschichte des Schwingkreises verfasst hat und nun im Bereich Musikwissenschaft an der Universität der Künste (UdK) promoviert Auf der Tagung stellte sie Ihr Thema vor und referierte über das Eindringen des Rundfunks in die Ausbildung von Musikern, wie sie ab 1930 in der Berliner Rundfunkversuchsstelle institutionalisiert wurde. Am selben Ort befindet noch heute ein Tonstudio der UdK. Der Vortrag offenbarte die engen Abhängigkeiten, die zwischen Musikkultur und technischer Akustik seit dem Erscheinen des Rundfunks in der Übertragungs-, Aufzeichnungs- und Herstellungspraxis bestehen – auch in digitalen Zeiten.
Mit der einstigen gesellschaftlichen Funktion von Radio Free Europe beschäftigt sich Anna Grutza, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Germanistik/Medienwissenschaft der Europa-Universität Flensburg arbeitet. Neue Erkenntnisse zu diesem spannenden medienhistorischen Kapitel des Kalten Kriegs hat sie in ihrem Vortrag zur Macht der „unveränderlichen mobilen Elemente“ in Aussicht gestellt, die sie vor allem mit Hilfe der Akteur-Netzwerk-Theorie des französischen Soziologen und Philosophen Bruno Latour gewinnen will. Latour denkt sich soziale, technische und natürliche Objekte als gleichberechtigte Punkte einer Netzwerkstruktur, deren Betrachtung ein neues Bild von historischen Orten und Institutionen ergeben soll. Die Diskussion zeigte, dass ein vergleichender Blick auf andere, historisch besser erschlossene Felder der Rundfunkpropaganda auch für die Einordnung des Materials von Radio Free Europe nützlich sein kann.

Auch Digitalisierung funktioniert nicht ohne Materialitäten, wie Kai Knörr, stellv. Vorsitzender des Studienkreises, gleich zu Beginn der Tagung feststellte. Die Tagung hat dieser Erkenntnis einige Facetten hinzugefügt. Auch die frische Mediengeschichtsausstellung im TECHNOSEUM lieferte hierfür zahlreiche Belege. Festzuhalten bleibt, dass die Reihe der Jahrestagungen, vor allem mit denen in Wien (2015) und Potsdam (2016) eine beachtliche thematische Konsistenz aufweist. Das wird im kommenden Jahr fortgesetzt, wenn der Studienkreis sein 50-jähriges Jubiläum in Baden-Baden beim SWR begeht. Das Thema der international zugeschnittenen Tagung 2019 wird dann „Media-Translations/Übersetzungen“ lauten.

Programm und Anmeldung Jahrestagung „Materialitäten“ 28.-29. Juni 2018 in Mannheim

Materialitäten – An den Schnittstellen von Rundfunk- und Technikgeschichte

Der Studienkreis Rundfunk und Geschichte lädt herzlich zu seinem Jahrestagung 2018 ein.  Diese findet am 28. und 29. Juni 2018 in Kooperation mit dem TECHNOSEUM – Landesmuseum für Technik und Arbeit in eben diesem Museum in Mannheim statt. Sie fällt zusammen mit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung Mediengeschichte, in der bedeutende Bestände rundfunkhistorischer Produktions-, Übertragungs- und Empfangstechnik, inklusive Sammlungen des ehemaligen Deutschen Rundfunk Museum Berlin (DRM) und des Südwestrundfunks, aus dem Depot neu ans Licht kommen. Wir nutzen die Gelegenheit, um im Tagungsthema »Materialitäten« das Thema der Technikgeschichte erneut aufzugreifen und mit aktuellen Ansätzen neu zu beleuchten.

Tagungsgebühr:

Die Teilnahme an der Tagung kostet 40.- € für Studienkreismitglieder (50.- € für Nicht-Mitglieder) und beinhaltet Tagungsverpflegung. Studierende zahlen 25.- €. 

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr bis 27.6.2018 unter Angabe Ihres Namens und des Verwendungszwecks ›Tagung 2018‹ auf das Konto des Studienkreises Rundfunk und Geschichte
Frankfurter Sparkasse von 1822
IBAN: DE20 5005 0201 0000 3920 49
BIC: HELADEF1822

Anmeldung:

Zur diesjährigen Jahrestagung melden Sie sich bitte bis zum 27. Juni 2018 via Anmeldeformular an.

Bis zum 25.5. ist es auch möglich, mit Tagungsrabatt Zimmer im Hotel im Mercure Hotel Mannheim zu reservieren.  Details entnehmen Sie dem Anmeldeformular.

Anreisedetails:

Sind hier als pdf abzurufen.

Weitere Informationen zur Anreise sind unten angefügt.

Programm

 

Donnerstag 28.6.2018

11.00  Empfang Tagungsgäste

12.00-12.40 Gelegenheit zum Mittagessen in der „Arbeiterkneipe“
im TECHNOSEUM

12.40 – 14.00 Eröffnung
Begrüßung:

  • Prof. Dr. Alexander Badenoch, Vorsitzender des Studienkreises
  • Dr. Stefanie Roth, Leiterin Abt.  Öffentlichkeitsarbeit im TECHNOSEUM
  • Dagmar Schmidt, Leiterin des SWR-Studios  Mannheim-Ludwigshafen

Keynote: Prof. Dr. Jürgen Grimm (Universität Wien) „Geschichtskommunikation im transnationalen Raum. Theorie – Modell -Befunde“

14.00 Kaffeepause

14.30 – 15.30 Panel 1  „Arbeitsumgebungen“
Moderation Prof. Dr. Alexander Badenoch

14.30 PD Dr. Christian Henrich-Franke / Laura Elsner, M.A. (Siegen)

Rundfunkunternehmen im Wandel der Kommunikationstechnik / Globale (Unternehmens-)Kommunikation im 20. Jahrhundert (Ausstellungskonzept)

15.00 Dr. Kiron Patka (Tübingen)
Sehnsuchtsort Pult. Gegenderte Berufs(selbst)bilder in der Radioproduktion nach 1945

15.30 Kaffeepause

16.00 – 17.30 Panel 2 „Medienarchäologien“
Moderation Dr. Uwe Breitenborn

16.00 Jens Crueger (Bremen)
Die „Archäologie“ in der Medienarchäologie – archäologietheoretische Betrachtung einer medienwissenschaftlichen Methode
16.30 Dr. Stefan Krebs (Luxemburg)
Überlegungen zur Experimentellen Medienarchäologie am Beispiel der Geschichte der Kunstkopf-Stereophonie
17.00 Dr. Andre Dechert (Augsburg)
Distribution im analogen Zeitalter: Vom 16mm-Film und US-amerikanischen TV-Serien in Deutschland, Österreich und die Schweiz, 1950er bis 1960er Jahre

17.30 Abendimbiss in der „Arbeiterkneipe“

19.00 Festveranstaltung zur Ausstellungseröffnung im „Auditorium“

20.00 Ausstellungseröffnung

Freitag 29.6.2018

09.00 – 10.30 Vorstandssitzung des Studienkreises RuG

10.30-11.30 Arbeitstreffen der fünf Fachgruppen des Studienkreises: Rezeptionsgeschichte, Radiofeature, Musik im Radio, Speicherkulturen, Rundfunkhistorische Gespräche.
Gäste sind sehr willkommen!

11.30-12.00 Rundführung Dr. Anke Keller, TECHNOSEUM

12.00-12.40 Mittagspause in der „Arbeiterkneipe“

12.40–14.10 Panel 3 „Funkmaterialitäten“
Moderation Kai Knörr, M.A.

12.40 Prof. Dr. Britta Herrmann / Vera Mütherig, M.A. (Münster)
Analog/digital. Materialität und Ästhetik audiomedialer Texte am Beispiel einiger Hörspiele

13.10 Christina Dörfling, M.A. (Berlin)
Verschaltungen – Rundfunktechnik und elektronische Musik um 1930

13.40 Anna Grutza, M.A. (Flensburg)
Radio Freies Europa und die Macht der ‚unveränderlichen mobilen
Elemente’: Eine transnationale Mediengeschichte systemkritischer
Akteur-Netzwerke im Kalten Krieg“

14.10 Abschlussrunde
14.30 Verabschiedung und Tagungsende

Zusätzliche Informationen zur Anreise:

Ab Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 1 zum „Tattersall“, von dort mit den Linien 6 oder 6a. Richtung Neuostheim oder Neuhermsheim,. Haltestelle „Luisenpark / TECHNOSEUM“ oder „TECHNOSEUM Süd“.

PKW:
Adresse: Museumsstr. 1, 68165 Mannheim
Nicht alle Navigationssysteme erkennen die Adresse des Museums. Bitte geben Sie „Theodor-Heuss-Anlage 2“ ein, um auf einen der Besucherparkplätze des Museums (Parkplätze „Friedensplatz 1-3“) geleitet zu werden.

Koordinaten Parkplatz Friedensplatz 1 für Ihr Navigationsgerät: 49.479131,8.493559
Rund um das TECHNOSEUM stehen verschiedene Parkplätze zur Verfügung. In Richtung Mannheim Mitte von der Wilhelm-Varnholt-Allee (L637) kommend, biegen Sie rechts in die Schubertstraße ein und folgen dem Straßenverlauf weiter auf der Theodor-Heuss-Anlage bis zur Ausschilderung „Parkplatz Friedensplatz“: Hier befinden sich kostenlose Parkplätze. Die Brücke über den See oder der Rundgang führt Sie dann zum Haupteingang des Museums.

Bericht vom Medienhistorischen Forum 2017

Am 10. Und 11. November 2017 fand in der Lutherstadt Wittenberg wieder das Medienhistorische Forum statt. Gemeinsam mit dem Nachwuchsforum Kommunikationsgeschichte der DGPuK bot der Studienkreis Rundfunk und Geschichte jüngeren Wissenschaftler/innen Gelegenheit, über ihre Forschungsthemen aus der Kommunikations- und Mediengeschichte zu sprechen und sich institutionell zu vernetzen.

Knapp 20 Teilnehmer/innen aus Wissenschaft und Praxis diskutierten über Fragestellungen, Probleme und Methoden geplanter oder laufender Forschungsprojekte. Veit Scheller, Leiter des ZDF-Unternehmensarchivs und Vorstandsmitglied im Studienkreis, lieferte in seinem Abendvortrag spannende Hintergrundinformationen zur Aufgabe und Ausrichtung eines der wichtigsten audiovisuellen Medienarchive in Deutschland. Themen waren digitale Produktion, Umgang mit Metadaten aus Archivdatenbanken und die heutige Handhabung von Datenströmen und Speicherkapazitäten. Mit Blick auf das noch immer recht enge Korsett, in das Wissenschaftler/innen bei der Nutzung öffentlich-rechtlicher Senderarchive aus Gründen des Urheberrechts, geltender Produktionsverträge und Persönlichkeitsrechte gepresst sind, sprach sich Scheller für die Formulierung eines neuen Nutzungsrechts aus, bei dem die heutigen exorbitant langen Schutzrechte so modifiziert und verkürzt werden, dass dadurch der Archivzugang für  die medienwissenschaftliche und zeithistorische Forschung deutlich erleichtert werden könnte. Ideen und Ansätze dazu gäbe es.

Den Auftakt der Projektvorträge machte Niklas Venema (Berlin), der seine Doktorarbeit an der Freien Universität Berlin über die „Geschichte des Volontariats in Deutschland von 1900 bis heute“ schreibt. Venema will herausfinden, wie sich die journalistische Ausbildung im Spannungsfeld beruflicher Traditionen, Autonomieansprüche und Akademisierung entwickelt hat. Dazu will er Autobiographien, Unterlagen aus Redaktions- und Verlagsarchiven, statistische Daten und Beiträge der Berufsverbände heranziehen.

„Diskursive Konstruktionen von Emil Dovivat am Institut für Publizistik (- und Kommunikationswissenschaft) an der Freien Universität Berlin“ interessieren Juliane Pfeiffer (Leipzig). Mit einer Diskursanalyse möchte sich Pfeiffer dem historischen Bild des „Nestors der Zeitungswissenschaft“ und dessen Konjunkturen am Institut für Publizistik nähern, um den Umgang der Kommunikationswissenschaft mit deren „Vorgeschichte“ in der NS-Zeit zu konturieren. Der Höhepunkt der Auseinandersetzung um Dovivat und sein Verhalten im Nationalsozialismus liegt schon zwei Jahrzehnte zurück. Die Debatte um Kontinuitäten nach 1945 scheint sich seitdem beruhigt zu haben – allerdings zeigte sich in der nachfolgenden Diskussion, wie eng das Fach noch immer an die Arbeiten Dovivats und dessen „Nachfolger“ (B. Sösemann) anschließt.

Theo Müller (Paris) untersucht in seiner Arbeit den „Presseausweis als Distinktionsmerkmal im französischen und deutschen Journalismus“ und zeigte schon im Vortrag, wie verschieden die journalistischen Kulturen beider Nachbarländer bis heute sind. So entscheidet der in Frankreich ungleich komplizierter zu bekommende Pressausweis faktisch, wer sich als professioneller Journalist betätigen darf – und wer nicht. Indem Müller nach den historischen Umständen fragt, möchte er auch einen vergleichenden Blick auf die neuere journalistische Praxis werfen und herausfinden, ob dem Presseausweis als Distinktionsmerkmal in digitalen Zeiten vielleicht sogar eine Aufwertung bevorsteht.

Jeder, der sich im Hörfunk oder im Film mit Ortsaufnahmen beschäftigt, kennt sie, die „Atmo“. Fritz Schlüter (Potsdam) will unter diesem Titel in einer medienwissenschaftlichen Dissertation untersuchen, was diese Art der Raum- oder Außenaufnahmen in ihrer Mischung aus Zufälligkeit und Signifikanz auszeichnet und welche Funktionen Atmo in akustischen Medien spielt. Dabei will er einen Ansatz zur Geschichte, Ästhetik, Medialität und Funktion entwickeln, der die Affekt- und Bedeutungsebene solcher alltäglich gebrauchter Klänge gleichermaßen beleuchtet.

Stephan Summers (Mainz) wiederum interessiert sich für das Verhältnis „Musik – Programm – Politik“ bei den Sendern der amerikanischen Besatzungszone zwischen 1945 und 1949. Wie wurden kulturpolitische Vorstellungen der Amerikaner in Musiksendungen umgesetzt? Wie sah der Neuanfang der Sender Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin und Bremen gegenüber der alten NS-Programmpolitik aus und gab es unterschiedliche Strategien in den Funkhäusern? Seinen Untersuchungsschwerpunkt legt Summers dabei auf E-Musik.

Über „Soziales Engagement, Bewegungsnetzwerke und öffentliches ‚Frauenstreben‘“ forscht Désirée Dörner (Augsburg) und erarbeitet eine Art historisches „Bewegungsprofil“ der bayrischen Frauenbewegung um 1900. Ihre Vorrecherchen haben gezeigt, dass eine gute Quellenbasis um den Münchner Verein für Fraueninteressen besteht, die zeigt, wie die Akteurinnen ein publizistisches-institutionelles Netzwerk aufbauten, dessen Erfolg auch in der systematischen Dokumentation seiner eigenen Kommunikationen bestand.

Aus der Perspektive der Radiopraktikerin und Kulturwissenschaftlerin betrachtet Susanne Wegner (Eichstätt) „Narrative Strukturen und Deutungsmuster im Radio am Beispiel der aktuellen Holocaust-Berichterstattung“. Im Vortrag diskutierte sie unterschiedliche Hörzitate aus öffentlich-rechtlichen Tagesprogrammen und fragte nach der Rolle journalistischer Medien bei der Konstruktion kollektiver Erinnerung, vor allem im Hinblick auf akustische Macharten.

Um ein ganz anderes Thema kollektiver Erinnerung geht es Nils Theinert (Berlin), der sich in seiner Masterarbeit an der FU Berlin mit dem so genannten „Hippie Trail“, konkret: „Westliche[n] Alternativtouristen der ‚langen‘ 1960er Jahre im Blick von Fernsehberichten 1970-2008“, beschäftigt, und das Thema zu einer Dissertation auszubauen plant. Das Thema verspricht nicht nur einen Blick auf eine vergessene Ästhetik von Reiseberichten über die Post-68er, sondern auch auf (medien-)politische Formationen des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Kai S. Knörr, Potsdam

Jahrestagung 2018 „Materialitäten“ – Einreichungsfrist bis zum 9.4.2018 verlängert

Die Einreichungsfrist für das Call for Papers für die Jahrestagung des Studienkreises ist bist zum 9.4.2018 verlängert!

Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte e.V. in Kooperation mit dem TECHNOSEUM – Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim

Termin: 28. + 29. Juni 2018 im TECHNOSEUM Mannheim

Der Studienkreis Rundfunk und Geschichte geht 2018 ins Museum und wird sich auf seiner Jahrestagung der technischen Überlieferung des Rundfunks zuwenden. Anlass ist die Eröffnung der neuen Dauerausstellung Mediengeschichte im TECHNOSEUM – Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. In den Depots des TECHNOSEUM lagern bedeutende Bestände rundfunkhistorischer Produktions- Übertragungs- und Empfangstechnik, darunter die Sammlungen des ehemaligen Deutschen Rundfunk Museum Berlin (DRM) und des Südwestrundfunks.

Wir freuen uns, jetzt auch mitteilen zu können, dass die feierliche Eröffnung der Ausstellung mit der Tagungsprogramm zusammenfällt.

Das vollständige Call for Papers finden Sie hier.

Geschichtsinteressierte Radiohörer_innen gesucht

Für ihre Doktorarbeit sucht die Susanne Wegner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt geschichtsinteressierte Radiohörer_innen für eine Gruppendiskussion im Raum Bayern.

„Mehr als eine Million Kleider, 45.000 Paar Schuhe und sieben Tonnen Menschenhaar.“ Wie werden der Holocaust und die Judenvernichtung heute in journalistischen Medien vermittelt? Das möchte ich anhand ausgewählter Beispiele aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit Ihnen diskutieren.

Bei Interesse und Rückfragen: Susanne.Wegner@ku.de (Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt).

CfP Jahrestagung 2018: Materialitäten – An den Schnittstellen von Rundfunk- und Technikgeschichte

Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte e.V. in Kooperation mit dem TECHNOSEUM – Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim

Termin: 28. + 29. Juni 2018 im TECHNOSEUM Mannheim

Der Studienkreis Rundfunk und Geschichte geht 2018 ins Museum und wird sich auf seiner Jahrestagung Ende Juni der technischen Überlieferung des Rundfunks zuwenden. Anlass ist die Eröffnung der neuen Dauerausstellung Mediengeschichte im TECHNOSEUM – Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. In den Depots des TECHNOSEUM lagern bedeutende Bestände rundfunkhistorischer Produktions- Übertragungs- und Empfangstechnik, darunter die Sammlungen des ehemaligen Deutschen Rundfunk Museum Berlin (DRM) und des Südwestrundfunks. Wir wollen mit unserer Veranstaltung abtasten, welche Verbindungen zwischen aktueller Rundfunkforschung und Technikgeschichte bestehen und wie diese zum Verständnis der Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts, aber auch für die Gegenwart und Zukunft nutzbar gemacht werden kann. Der Call for Papers möchte WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus den Bereichen Rundfunk, Museum, Wissenschaft und Technik einladen, sich mit Beiträgen an unserer diesjährigen Tagung zu beteiligen.

Die ‚digitale Revolution‘ betrifft nicht nur die handwerklichen Verfahren und Traditionen der klassischen Medien, sie hat viele der im 20. Jahrhundert herausgebildeten technischen Kanäle und Systeme inzwischen obsolet werden lassen. Unter dem – eigentlich viel zu nüchternen – Begriff der Medienkonvergenz haben sich Berufsbilder und Arbeitszusammenhänge tiefgreifend verändert. Die mit den alten, „analogen“ Medien verbundenen Praktiken, Institutionen und Legitimationen stehen im Zeitalter digitaler Verfügbarkeit bzw. Nichtverfügbarkeit auf dem Prüfstand. Umgeben von smarten Devices und industriell standardisierten Interfaces droht der vormals klar definierte Ort des Rundfunks als Bereich spezialisierter Technik zur Verbreitung und Speicherung audiovisueller Inhalte mehr und mehr zu verschwinden – und damit auch das einstmals daran gekoppelte technische Wissen.

Mögliche Fragen und Themenbereiche für die Tagung: Was kann das „analoge Erbe“ an Erkenntnissen für aktuelle und zukünftige technische Umwelten liefern? Welche Positionen können Museen dabei einnehmen? Wie gehen wir in neuen handwerklichen und künstlerischen Kontexten mit analogem Material und Gerät um? Welchen Einfluss hatten und haben technische Umgebungen auf Mediengestaltung? Wie kann das technische und handwerkliche Wissen des Magnetbands und der Elektronenröhre zum medienhistorischen Verständnis des 20. Jahrhunderts konserviert und aufbereitet werden? Braucht es, ähnlich zur Musikgeschichte, eine „historische Aufführungspraxis“ analoger Medien und wie könnte diese zur Produktion von Wissen und Kunst beitragen? Wie kann materielle Rundfunkgeschichte neue Schnittstellen zu Feldern wie Arbeit, Design, Gender etc. eröffnen? Wie wird die Geschichte der digitalen Medien und ihrer Technik im Kontrast zur analogen Überlieferung verhandelt? Welche Berührungspunkte gibt es zwischen Archiv und Technikmuseum? Welches Verhältnis besteht zwischen Bastlern und Profis im historischen und aktuellen Mediengebrauch? Wie und zu welchem Zweck sollte Kommunikationsgeschichte heute vermittelt werden?

Der Studienkreis Rundfunk und Geschichte erörtert die verschiedenen Facetten dieses Themas aus historischer und aktueller Perspektive auf seiner Jahrestagung in Kooperation mit dem Landesmuseum für Technik und Arbeit am 28. und 29. Juni 2018 und bittet um Themenvorschläge. Einreichungen zu den genannten und weiteren Fragestellungen richten Sie bitte per Mail an Dr. Veit Scheller, den Schatzmeister des Studienkreises Rundfunk und Geschichte: Scheller.V@zdf.de.

Eingereichte Abstracts sollten maximal 3.000 Zeichen umfassen (exklusive etwaiges Literatur-/Quellenverzeichnis). Dem Abstract selbst ist ein Deckblatt mit den Daten zur Autorin bzw. zum Autor mitsamt Titel des Vortrages voranzustellen (bitte als zwei separate Dateien einsenden). Im Abstract selbst sollen die Autorinnen und Autoren nicht erkenntlich sein, um ein unabhängiges Review-Verfahren zu ermöglichen.

Einreichungsfrist: verlängert bis 9.4.2018. Die Veranstalter entscheiden über die Annahme in einem Review-Verfahren. Rückmeldungen sind bis zum 16.4.2018 zu erwarten.

Die Vorträge können auf Deutsch und Englisch gehalten werden; Konferenzsprache ist Deutsch.

Programm Workshop „speichern | orientieren | produzieren“ am 12.2.2018 in Potsdam steht!

Programm Workshop 12.2.2018

Workshop speichern | orientieren | produzieren
Datum: Montag 12.2.2018
Uhrzeit: 10.00 – 18.00

Ort:
Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
Marlene-Dietrich-Allee 11, 14482 Potsdam
Raum: 2115

Was bleibt von mir? Digitale Konservierung oder Mumifizierung? Rudimente oder Werke? Wir sind jene Generation, die diese Fragen erstmals im großen Stile bewegt. Wir sind jene die massenhaft Daten und Informationen hinterlassen und die mit massenhaften Datenhinterlassenschaften konfrontiert sind. Die Entwicklung der Speicherkulturen dominiert zweifellos Wissenserwerb- und Überlieferungsprozesse. Produktionsbedingungen in künstlerischen, wissenschaftlichen und journalistischen Bereichen ändern sich gravierend.
Speicherungsprozesse betreffen nahezu alle Ebenen des professionellen und privaten Lebens. Sie stehen am Anfang unserer Ausbildung, unserer Karriere, denn jeder Arbeitsschritt in der digitalen Umgebung ist auf ein gespeichertes (Zwischen-)Ergebnis ausgerichtet. Und sie touchieren im gleichen Maße unser Privatleben, wenn sich zukünftige Generationen damit auseinandersetzen müssen, was ihre Eltern bereits über sie im Netz hinterlassen haben.

Im Rahmen des Workshops der Fachgruppe „Speicherkulturen“ möchten wir mit ExpertInnen und StudentInnen anhand von Praxisbeispielen künstlerische, journalistische und wissenschaftliche Perspektiven auf diese Aspekte erarbeiten und präzisieren. Wir möchten anwendungsorientiert der Frage nachgehen, wie die neuen Speichermodi in beruflicher Praxis und im privaten Leben sinnstiftend und produktiv integriert werden können?
Als ein weiterer Programmpunkt ist ein Besuch im Deutschen Rundfunkarchiv Babelsberg geplant, der einen Einblick in aktuelle digitale Archivierungs- und Produktionsprozesse ermöglicht.

Der Workshop wird auf Initiative der Fachgruppe Speicherkulturen des Studienkreises Rundfunk und Geschichte in einer Kooperation der Bereiche Medienwissenschaft der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf mit dem Fachbereich Journalismus der Hochschule Magdeburg-Stendal veranstaltet.

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme am Workshop ein!
Ihre Anmeldung senden Sie bitte bis 30.1.2018 an: y.yurtaeva@filmuniversitaet.de.
Anmeldungen von Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal erfolgen bitte an:
uwe.breitenborn@hs-magdeburg.de

Herzliche Grüße

Yulia Yurtaeva-Martens (Bereich Medienwissenschaft, Filmuniversität Babelsberg)
Dr. Uwe Breitenborn (Vertr. der Professur Onlinejournalismus, Hochschule Magdeburg-Stendal)
Fachgruppe „Speicherkulturen“ [Studienkreis Rundfunk und Geschichte]