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Tagungsprogramm Mediale Flieh- und Bindungskräfte

47. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte.
Mediale Flieh- und Bindungskräfte. Migration, Identität und Medien

In Kooperation mit der Deutschen Welle und der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration

8. & 9. Juni 2017
Schürmann-Bau Bonn 

 

Tagungsprogramm

Donnerstag 08. Juni 2017
11.00 Öffnung Tagungsbüro
12.00-12.15 Begrüßung durch Studienkreis und Deutsche Welle
12.15-13.00 Keynote: N.N. (Deutsche Welle)
13.00-13.30 Kurzer Mittagsimbiss
13.30-15.30 Panel 1:

Dr. Hans-Ulrich Wagner, Alina Laura Tiews
Forschungsstelle Mediengeschichte, Hans-Bredow-Institut, Hamburg
Vom unpolitischen Sketch zum akustischen Heimatspeicher: Die schlesische Rundfunkreihe „Paul und Pauline“

Martina Egger, B.A.
Universität Augsburg
„Die Städte (…) von denen Du hörst, gehören uns allen“. Heimatpolitiken und Heimatbilder in den „Vertriebenensendungen“ des Bayerischen Rundfunks 1949-1970

Dipl. Medienwissenschaftlerin Yulia Yurtaeva
Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“
Eurovision Song Contest – Kampf der europäischen Identität(en)

Ömer Alkin, M.A.
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Zwischen Ermächtigung, Integration, Subversion und Empowerment: Historische Perspektiven auf die deutsch-türkischen TV-Migrationsfilme

15.30-16.00 Kaffeepause
16.00-18.30 Mitgliederversammlung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte. Aussprache und Wahl des neuen Vorstandes
19.00-20.00 Kamingespräch: Radio, Fernsehen und Migranten – Versuch einer Bestandsaufnahme

Sheila Mysorekar (Vorsitzende „Neue deutsche Medienmacher“, Berlin),
Katja Dummer (Radio Wuppertal, Projekt Refugee FM)
Dr. Christine Horz (Uni Bochum)
Dr. Johannes Hoffmann (Intendanz Deutsche Welle)
Moderation: Christian Schurig

20:30 Gemeinsames Abendessen im Restaurant

 

 

 Freitag 09. Juni 2017
09.00-10.00 Arbeitstreffen der fünf Fachgruppen des Studienkreises: Rezeptionsgeschichte, Radiofeature, Musik im Radio, Speicherkulturen, Rundfunkhistorische Gespräche.
Gäste sind sehr willkommen!
10.30-12.30 Panel 2

Kiron Patka, M.A.
Universität Tübingen
Ästhetiktheoretische Vorüberlegungen zur Raumdarstellungen in den akustischen (und in anderen) Medien

Dr. Christine Horz
Universität Greifswald
Prof. Dr. Carola Richter
FU Berlin
Migrant_innen auf Sendung: Medieninstitutionen in Deutschland im Wandel 

Larry M. Macaulay
Refugee Radio Network

Anja Wollenberg
MICT (Media in Cooperation and Transition)
START FM: Radio für Menschen aus und in Mossul

12.30-13.00 Resümee, Verabschiedung

 


Tagungsort:

Deutsche Welle
Kurt-Schumacher-Straße 3
53113 Bonn

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Vom Flughafen Köln/Bonn fährt die Bus-Linie 670 direkt zum Bonner Hauptbahnhof (30 Minuten). Von dort weiter mit U-Bahn oder Bus.
U-Bahnlinien: 16, 63, 66 oder 68 bis Haltestelle „Heussallee/Museumsmeile“.
Bus: ab Bonn-Hauptbahnhof Bus-Linie 610 bis Haltestelle „Bundeshaus/Deutsche Welle“ (10 Minuten)

Anmeldung:

TeilnehmerInnen melden sich bitte hier an:
http://rundfunkundgeschichte.de/anmeldung-zur-jahrestagung-2017

Die Teilnahme an der Tagung kostet 50.- € und beinhaltet Tagungsverpflegung. Studierende zahlen die Hälfte.

Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr bis 1.6.2017 unter Angabe Ihres Namens und des Verwendungszwecks ›Tagung 2017‹ auf das Konto des Studienkreises Rundfunk und Geschichte:
Frankfurter Sparkasse von 1822
IBAN: DE20 5005 0201 0000 3920 49
BIC: HELADEF1822

Veranstalter:
Die Tagung wird veranstaltet vom Studienkreis Rundfunk und Geschichte in Kooperation mit der Deutschen Welle Bonn und der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration.

 

 

 

 

Call for Papers Jahrestagung 2017: Mediale Flieh- und Bindungskräfte. Migration, Identität und Medien

Mediale Flieh- und Bindungskräfte. Migration, Identität und Medien

Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte in Kooperation mit der Deutschen Welle
8. & 9. Juni 2017 im Schürmann-Bau, Bonn

 

Einreichungsfrist verlängert: 10.4.2017

Medien spielen eine zentrale Rolle in Prozessen gesellschaftlicher, kultureller und ökonomischer Vermittlung zwischen Migranten und Einheimischen. Ausgehend von den Schlagworten vom ›Jahrhundert der Vertreibungen‹ und dem ›langen Jahrhundert der Massenmedien‹ soll die Rolle der traditionellen Massenmedien bzw. der neuen digitalen Medien bei der Verhandlung von Flucht und Vertreibung untersucht werden.

Wie tragen Medien dazu bei, Raumvorstellungen und das Konzept der Heimat zu modulieren, Vergemeinschaftungen zu verändern und neue Identitäten zu konstruieren? Wie wirkt sich die transnationale Verbreitung des Rundfunks und der Online-Medien auf diese Prozesse aus? Welche Rolle spielen der Auslandsrundfunk, Gastarbeitersendungen, Ethnomedien und Community-Medien? Und wie wirken ein Glaubwürdigkeitsverlust der ›Mainstream-Medien‹ sowie rechtspopulistische Medien integrativen Prozessen entgegen?

Der Studienkreis Rundfunk und Geschichte erörtert die verschiedenen Facetten dieses Themas aus historischer und aktueller Perspektive auf seiner Jahrestagung in Kooperation mit der Deutschen Welle am 8. & 9. Juni 2017 in Bonn und lädt ein, Beiträge einzusenden.

Einreichungen können folgende Bereiche umfassen:

  • In seinen ersten Jahren war die völkerverständigende Kraft des Radios ein viel beschworener Topos. Im Melting Pot des Immigrationslandes USA setzte man massiv auf das Radio als Mittel, einerseits integrativ die nationale Einheit und kulturelle Harmonie zu fördern und andererseits inklusiv der Diversität der Kulturen eine Plattform zu geben. In Europa diente das Radio stärker der Verbreitung, Herstellung und Sicherung nationaler Identitätsmerkmale und damit der Abgrenzung von fremden Kulturen, und verstreute Gegenbeispiele belegen eher die Problematik dieser Tendenz. Welche Rolle spielte das Radio für Migrationsprozesse? Welche infrastrukturellen und programmlichen Bedingungen formten diese Prozesse? Welche Ausnahmen zeigen alternative Optionen jener Zeit an? Wie änderten sich diese Prozesse mit der Einführung des noch stärker national orientierten Fernsehens? Wie wurden Einwanderer repräsentiert und Einblicke in andere Länder gegeben?
  • Auslandsrundfunkdienste, viele schon vor dem 2. Weltkrieg etabliert, sind lange mit Migration und Diaspora verflochten: als ›Stimme der Heimat‹ für Auswanderer, koloniale Migranten, Seefahrer und andere Arbeitsmigranten; als Stimme des Exils in besetzte Gebiete und Länder unter autoritären Herrschaft, aber auch als Arbeitgeber und Treffpunkt für Migranten verschiedener Art, die ihr Herkunftsland im Namen des Zuwanderungslandes ansprechen. Welche Dynamiken entstanden sowohl vor als auch hinter dem Mikrofon oder der Kamera? Wie werden Stimmen und Sprecher räumlich, emotional und kulturell verortet zwischen Herkunfts- und Zuwanderungsland? Welche Rolle spielen diasporische Erfahrungen und Kulturen in den Produktionskulturen des Auslandsrundfunks?
  • In den sechziger Jahren wurden Sendungen für Gastarbeiter in sämtlichen europäischen Ländern, sowohl im Osten als auch im Westen, eingeführt. Beiträge sind erwünscht, die solche Sendungen in der transnationalen Medienlandschaft verorten: wie standen sie im Verhältnis zu Medienangeboten aus dem Herkunftsland, zu einheimischen Medien oder zu Sendungen aus dem konkurrierenden Block im Kalten Krieg? Welche Orientierungs- und Identifikationsmöglichkeiten im neuen und im Herkunftsland wurden angeboten? Wie und durch wen wurde solche Sendungen genutzt, und welche Rolle spielten sie im Alltagsleben von Migranten?
  • Muttersprachliche, auch sogenannte Ethnomedien sind für viele Migranten eine wichtige Brücke zu ihrer Herkunftskultur und haben einen starken Einfluss auf Identitätsprozesse. Muttersprachliche Auslandsmedien und solche, die in den Gastländern z.B. von Migranten produziert werden, wirken unterschiedlich stark in diese Prozesse hinein. Welchen Beitrag leisten heimatsprachliche Medienangebote für Integrationsprozesse? Welche aktuellen und historischen Beispiele sind formatbildend? Welche Schlüsse lassen sich aus diesen Medienkulturen für integrationspolitische Prozesse ziehen? Wie können integrative Effekte gestärkt werden?
  • Nichtkommerzieller Lokalrundfunk und Community-Medien haben eine lange Tradition der Programminhalte von und für Randgruppen, darunter Migranten als Spiegel vor allem urbaner ethnokultureller Durchmischung. Angesichts der fortwährenden Flüchtlingskrise in Europa wird die Frage gestellt, welche Rolle alle Formen von lokalen Medien spielen können in der Aufnahme, Sorge und Willkommenspraxis von Flüchtlingen und Migranten. Erwünscht sind Beträge aus Forschung und Praxis.

 

Einreichungen zu den genannten und weiteren Fragestellungen des Themas richten Sie bitte an Dr. Veit Scheller, den Schatzmeister des Studienkreises Rundfunk und Geschichte: Scheller.V@zdf.de

Eingereichte Abstracts sollten maximal 3.000 Zeichen umfassen (exklusive etwaiges Literatur-/ Quellenverzeichnis). Dem Abstract selbst ist ein Deckblatt mit den Daten zur Autorin bzw. zum Autor mitsamt Titel des Vortrages voranzustellen (bitte als zwei separate Dateien einsenden). Im Abstract selbst sollen die Autorinnen und Autoren nicht erkenntlich sein, um ein unabhängiges Review-Verfahren zu ermöglichen.

Verlängerte Deadline für die Einreichung: 10.4.2017 Die Veranstalter entscheiden über die Annahme in einem Review-Verfahren. Rückmeldungen sind bis zum 15.4.2017 zu erwarten.

Die Vorträge können auf Deutsch und Englisch gehalten werden; Konferenzsprache ist Deutsch.

Die Teilnahme an der Tagung kostet 50.- € und beinhaltet Tagungsverpflegung. Studierende zahlen die Hälfte.

TeilnehmerInnen melden sich bitte hier an:
http://rundfunkundgeschichte.de/anmeldung-zur-jahrestagung-2017

Jahrbuch 2016 erschienen

(c) siehe Printausgabe

(c) siehe Printausgabe

Medienarchive als Gedächtnis- und Erinnerungsorte
Jahrbuch Rundfunk und Geschichte
Herausgegeben von Sascha Trültzsch-Wijnen, Alessandro Barbieri und Thomas Ballhausen

Im Mittelpunkt der Beiträge im neuen Jahrbuch Medien und Geschichte 2016 stehen die Fiktionalisierung des Historischen, die Medialität des Erinnerns und Archivierens sowie die Rolle und die Arbeit von Archiven. Medienarchive sind mehr als Speicher. Sie sind nicht nur Gedächtnis- und Erinnerungsorte, die Historisches in die Gegenwart bringen und damit das kulturelle Erinnern maßgeblich prägen. Archive wie auch ihre Archivare haben das Bewahrte in die aktuellen Diskurse einzubringen. In Medienarchiven wird das Wechselverhältnis von Medialität und Historizität durch die Materialität der Archivalien in besonderer Weise deutlich und auch immer wieder problematisiert. Einerseits werden historische Filme, Fernsehsendungen, Tonbeiträge und andere Archivalien hier nicht nur konserviert, sondern erforscht und für die Nutzung fruchtbar gemacht. Andererseits ergeben sich aus diesen medialen Repräsentationen auch Spannungen –  z.B. durch Kanonisierungen und Einseitigkeiten, die vor allem im Kontext der Fiktionalisierung von Geschichte in Film, Fernsehen und Radio zutage treten. Mediale Geschichtsschreibung – und hier vor allem die fiktionale – ist bis heute mit dem Erzählen von Geschichte(n) verbunden. Fiktionale Strategien der Historiografie stehen daher oft in einem spannungsvollen Verhältnis zum eher dokumentarischen Anspruch der Medienarchive.
Die Neuerscheinung Geschichte(n), Repräsentationen, Fiktionen Medienarchive als Gedächtnis- und Erinnerungsorte versammelt die mittels Review-Verfahren ausgewählten interessantesten, passendsten und gehaltvollsten Beiträge der 45. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte, die in Kooperation mit der Zeitschrift Medienimpulse 2015 in Wien stattfand. Sie decken ein breites Spektrum ab, welches von rechtlichen und juridischen Aspekten bis hin zu konkreten Beispielen der Archivierungspraxis reicht und fragen nach aktuellen Quellen, Projekten, Methoden und theoretischen Konzeptionen solcher medialen Repräsentationen. Dabei gehen sie auf die Rahmenbedingungen, konkreten Herausforderungen und Strategien von Archiven ein.

Das Jahrbuch sollte inzwischen allen Mitgliedern zugekommen sein.
Sascha Trültzsch-Wijnen dankt, im Namen aller Herausgeber, den AutorInnen für die gute Zusammenarbeit und freut sich auch Rückmledungen zum Tagungband.

Feedback an Herausgeber &Tagungsorganisator vom StudienkreisSascha Trültzsch-Wijnen
Die Tagung wurde gemeinsam mit Thomas Ballhausen und Alessandro Barbieri von der Zeitschritt Medienimpulse organisiert und wesentlich finanziert vomBundesministerium für Bildung und Frauender Republik Österreich.

Jahresband beim Verlag bestellen

Prof. Dr. Inge Marszolek ist gestorben

Wir trauern um unser hoch geschätztes Mitglied, Prof. Dr. Inge Marszolek, die am Freitag, den 12.08.2016, nach kurzer Krankheit verstorben ist.

Mit Inge Marszolek verliert der Studienkreis Rundfunk und Geschichte eine beeindruckende Kollegin und Wissenschaftlerin. Die renommierte Medienhistorikerin war dem Studienkreis seit 2003 verbunden. Ihre Vorträge auf Tagungen und ihre Veröffentlichungen in der Zeitschrift „Rundfunk und Geschichte“ zeugen von ihrem Engagement für den Studienkreis. Ihre Forschungsarbeiten umfassen viele Themen des langen ‚Jahrhunderts der Massenmedien‘ und zielen auf das Zusammenspiel von medialer Entwicklung und gesellschaftlicher Bedeutung der Medien. Einen Meilenstein der Rundfunkgeschichte bildet die zweibändige Geschichte des Radios, die sie zusammen mit Adelheid von Saldern und einer Forscherinnen-Gruppe erarbeitete („Zuhören und Gehörtwerden. 2 Bände. Radio im Nationalsozialismus sowie Radio in der DDR der fünfziger Jahre). Grundlegend für medienhistorisches Arbeiten ist der Band „Radiozeiten. Herrschaft, Alltag, Gesellschaft (1924-1960)“, der 1999 erschien. Weitere Arbeiten von Inge Marszolek widmeten sich der Figur des Zeitzeugen, den medialen Repräsentation von NS-Vergangenheit, dem Bunker als Kriegsort, Zuflucht und Erinnerungsraum sowie Aspekten der Soundgeschichte.

Die anhaltende intensive Forschungsarbeit wurde durch ihren plötzlichen Tod jäh beendet. Inge Marszolek hinterlässt eine große Lücke. Der Studienkreis Rundfunk und Geschichte trauert um sie.

Dissertationsprojekte Rundfunkgeschichte gesucht / PhD Projects Broadcasting History wanted

– English version below –

Zeitschrift „Rundfunk und Geschichte“: Dissertationsvorhaben, Ausgabe 01/2017

Die Fachzeitschrift „Rundfunk und Geschichte“ bietet Doktorandinnen und Doktoranden unterschiedlicher Disziplinen, die an rundfunkhistorischen Dissertationen arbeiten, die Gelegenheit, ihre Projekte in unserem Heft vorzustellen. Die Rubrik „Dissertationsvorhaben“ hat sich seit ihrer Einführung 2009 erfolgreich etabliert. Sie ermöglicht es dem wissenschaftlichen Nachwuchs, die medien- und rundfunkhistorische Fachgemeinschaft auf das eigene Projekt aufmerksam zu machen. Da Arbeiten mit rundfunkhistorischem Ansatz vielfach bei recht unterschiedlichen Fächern angesiedelt sind, fördert die Rubrik außerdem interdisziplinäre Netzwerke und Diskussionen.
Für die Dissertationsrubrik sind 2 bis 3 seitige Kurzartikel erwünscht (max. 9.000 Zeichen), in denen die wesentlichen Leitfragen des Projekts, die methodische Herangehensweise sowie die Quellengrundlagen umrissen werden. Ergebnisse der Dissertationen werden für die Artikel ausdrücklich nicht erwartet. Der Beitrag kann in Deutsch oder Englisch abgefasst werden.

Wenn Sie daran interessiert sind, Ihre Arbeit in der Dissertationsrubrik von „Rundfunk und Geschichte“ vorzustellen, bewerben Sie sich bitte bis zum 14.10.2016 mit einem zunächst etwa halbseitigen Abstract zu Ihrer Person und Ihrem Projekt (max. 500 Wörter) bei der Redaktion: Alina Laura Tiews (Alina.Laura.Tiews@uni-hamburg.de) und Ronald Funke (funke@zzf-potsdam.de). Sollte Ihr Beitragsvorschlag ausgewählt werden, senden wir Ihnen weitere formale Hinweise zur Textgestaltung zu und erbitten innerhalb von 3 Monaten, spätestens bis zum 31.01.2017, Ihren vollständigen Artikel (9.000 Zeichen).

Wenden Sie sich gern an uns, wenn Sie noch Fragen haben! Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Auf einen Blick:
„Rundfunk und Geschichte“: Dissertationsvorhaben, Ausgabe 01/2017
Deadline für das Abstract zu Person und Projekt (ca. 500 Wörter): 14.10.2016
Bei Auswahl, Deadline für den vollständigen Artikel (max. 9.000 Zeichen): 31.01.2017
Publikationssprache: Deutsch oder Englisch

Redaktion „Rundfunk und Geschichte“: Dissertationsvorhaben
Alina Laura Tiews: Alina.Laura.Tiews@uni-hamburg.de
Ronald Funke: funke@zzf-potsdam.de
Homepage: http://rundfunkundgeschichte.de


Journal „Rundfunk und Geschichte“: PhD Projects, issue 01/2017

PhD students, who work on projects in broadcasting history, receive the chance to present their research to the scientific community in the journal „Rundfunk und Geschichte“. The journal includes a section that successfully features PhD projects since 2009. It enables young researchers to draw academic attention to their work and fosters interdisciplinary exchange and networking, since projects in broadcasting history come from various scientific fields. The section asks for short articles with a maximum length of 9.000 characters. The papers are supposed to present the projects’ key questions, their methodological approaches as well as information on the historical sources used. They are not meant to include empirical results of the PhD studies presented. The articles may be written in English or German.

If you are interested in presenting your PhD project in „Rundfunk und Geschichte“, please send your application to the editorial staff: Alina Laura Tiews (Alina.Laura.Tiews@uni-hamburg.de) and Ronald Funke (funke@zzf-potsdam.de) until 14.10.2016. Please apply with an abstract of 500 words total that gives key information about yourself and your project. If your contribution is selected, you will be given more editorial advice about the requested article and will be asked to submit your full paper (9.000 characters) within 3 months (January 31, 2017 at the latest).

Please get in touch if you have further questions! We are looking forward to hearing from you!

Recap – What you need to know:
„Rundfunk und Geschichte“: Section PhD Projects, issue 01/2017
Deadline for your application, i.e. abstract (500 words) about yourself and your project: 14.10.2016
If selected, deadline for full paper (9.000 characters): 31.01.2017
Language: English or German

Editorial staff „Rundfunk und Geschichte“: Section PhD Projects
Alina Laura Tiews: Alina.Laura.Tiews@uni-hamburg.de
Ronald Funke: funke@zzf-potsdam.de
Homepage: http://rundfunkundgeschichte.de

Medienhistorisches Kolloquium 2016

Auch in diesem Jahr sind wieder bis zu 20 Nachwuchswissenschaftler eingeladen, am Medienhistorischen Forum in Wittenberg teilzunehmen. Das Medienhistorische Forum versteht sich als Plattform zur Netzwerkbildung für jüngere Wissenschaftler. Diese erhalten die Möglichkeit, ihre Forschungsthemen vorzustellen und mit Experten aus Wissenschaft und Praxis über Probleme und Methoden medien- und kommunikationshistorischer aktuell laufender Arbeiten zu diskutieren. Es können Papers aus allen Gebieten der Rundfunk,- Medien- und Kommunikationsgeschichte eingereicht werden. Typischerweise adressieren die Einreichungen Themen aus den Bereichen Rezeption, Ästhetik, Mediengeschichte/Archive und Methoden/Theorie.

Aufgerufen sind AbsolventInnen und PromovendInnen, die rundfunkgeschichtliche, medienhistorische und kommunikationsgeschichtliche Themen bearbeiten. Die Teilnahme kann in zweierlei Weise erfolgen:
1. Vortragende Teilnahme: Der/ die Teilnehmende bewirbt sich mit einem Exposé und stellt bei angenommenem Exposé sein/ ihr Thema vor, das anschließend ausführlich diskutiert wird.
2. Diskutierende Teilnahme: Der/ die Teilnehmende bewirbt sich mit einem Exposé und nimmt bei nicht angenommenem Exposé durch Diskussion aktiv am Forum teil.

Voraussetzung für die Teilnahme am medienhistorischen Forum ist die Einreichung eines Exposés, das die Grundlinien des geplanten Vortrages umreißen und maximal zwei Seiten Text umfassen (ohne die Literaturangaben) soll. Die Exposés sind bis zum 31. Juli 2016 an folgende Adresse zu mailen: petra.cullmann@phil.uni-augsburg.de
Die Auswahl der Vorträge erfolgt in einem anonymen Reviewverfahren durch die Veranstalter. Deshalb sollten alle Angaben zur Person nur auf einem separaten Deckblatt des Exposés platziert sein. Die neun besten Einreichungen werden als Vorträge angenommen, die Nächstplatzierten werden zur diskutierenden Teilnahme eingeladen.

Vortragende Teilnehmende erhalten eine Reisekostenunterstützung in Höhe von bis zu 100,- €.
Eröffnet wird die zweitägige Veranstaltung traditionell mit einem Expertenvortrag, der Einblicke in medienpraktische Arbeitsfelder gibt.
Es besteht die Möglichkeit einer preiswerten Übernachtung im Einzelzimmer (Du, WC) direkt am Tagungsort für 35,- €.

Die Veranstalter sind Tom Leonhardt (Universität Halle-Wittenberg, Studienkreis Rundfunk und Geschichte), PD Dr. Golo Föllmer (Universität Halle-Wittenberg, 1. Vorsitzender des Studienkreises Rundfunk und Geschichte), Dr. Erik Koenen und Manuel Menke (Sprecher des Nachwuchsforums Kommunikationsgeschichte der DGPuK – NAKOGE) und Dr. Thomas Birkner und Christian Schwarzenegger (Sprecher der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK).

Jahrestagung des Studienkreises: Fachgruppentagung ›QuellCodes‹, 9.+10.6.2016 am DRA Potsdam

›QuellCodes‹. Räume, Quellen und Formatierung aktueller Rundfunkgeschichtsforschung

Der Studienkreis lädt zur diesjährigen Arbeits- und Jahrestagung ins Deutsche Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg ein. Ziel der Tagung ist die Neu-Etablierung von aktuell fünf Fachgruppen innerhalb des Studienkreises (Details unter http://rundfunkundgeschichte.de/fachgruppen), um das wissenschaftliche und praxisorientierte Angebot zu erweitern, Projekte zu bündeln und die fachinteressierte Community zu vernetzen. Zu diesem Zweck sind auf der diesjährigen Tagung methodenkritische Bestandsaufnahmen, Diskussionen von Forschungsansätzen und Quellenlagen sowie konzeptionelle Überlegungen zur Vernetzung geplant. Die Fachgruppen beraten zeitweise in separaten Kleingruppen über ihre Ziele und Vorgehensweisen.

Der Tagungsort steht exemplarisch für Transformationsprozesse in der Quellenarbeit, die sich zwischen tradierter Archivierung und digitaler Speicher- und Netzkultur bewegen. Dem Charakter des Ortes entsprechend widmet sich diese Arbeitstagung auch einer Bestandsaufnahme und Perspektivierung der Quellenarbeit hinsichtlich aktueller Rundfunkgeschichtsforschung, und zwar sowohl innerhalb der Fachgruppen als auch in plenar angelegten Vorträgen von Christoph Classen, Helmut Kopetzky und Chris Wahl sowie in einem Kamingespräch zwischen Michael Crone, Heinz Glässgen und Frank Bösch. Im Mittelpunkt steht dabei der Wandel der Rahmenbedingungen, Zugänge und Methoden einer quellenfokussierten Forschung.

 

Die Fachgruppen

  1. Historische Rezipientenforschung (Ltg. G. Frey-Vor, H.-U. Wagner)
    Was sind Quellen, Dokumente, Daten für die historische Rezipientenforschung? Vorstellung und Diskussion von Fallbeispielen aus der eigenen Forschung.
  2. Radiofeature (Ltg. G. Föllmer, K. Knörr)
    Wie kann das Feature als große Chronik der Themen und Macharten des Radios systematisch zugänglich, erforschbar und praktisch erlernbar gemacht werden?
  3. Musik im Radio (Ltg. T. Wilke)
    Musik im Hörfunk als Gegenstand journalistischer und wissenschaftlicher Erörterungen und die Erweiterung und Systematisierung der Quellenarbeit.
  4. Speicherkulturen (Ltg. U. Breitenborn, Y. Yurtaeva)
    Forschungsstand, Konturen und dominante Tendenzen im aktuellen Diskursgeflecht zu Speichermodi, Wissenstransfer und Erinnerungskultur. Projektbezogene Konkretisierung und Positionierung der Fachgruppe.
  5. Zeitzeugen des Rundfunks (Ltg. M. Keilacker, J. Kretzschmar, S. Hennings)
    Potenziale und Anforderungen von Oral History sowie Datenbanken, Vernetzung und praktische Fragen der Gesprächsführung.

 

Programm

Donnerstag       09.06.2016

11:00-13:00       Begrüßung & Einführungsvorträge
Vortrag Christoph Classen: Medien und Überlieferung im digitalen Zeitalter
Vortrag Helmut Kopetzky: Von der Mindmap zum Hörfeature

13:00-14:30       Mittagspause

14:30-16:30       Fachgruppenarbeit in separaten Gruppen (1)

17:00-18:00       Vortrag Chris Wahl: Der Master-Studiengang Filmkulturerbe

18:30-20:00       Kamingespräch: Michael Crone, Heinz Glässgen, Frank Bösch

20:00                 Gemeinsames Abendessen

Freitag                 10.06.2016                                                              

10:00-11:30          Fachgruppenarbeit in separaten Gruppen (2)

12:00-13:00          Ergebnisse der Fachgruppen

13:00                    Tagungsende

14:00-16:00          Vorstandssitzung RuG

 

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis zum 03. Juni 2016 auf der webseite unter http://rundfunkundgeschichte.de/tagung_2016 an.

Ort der Tagung:
Deutsches Rundfunkarchiv (Standort Babelsberg)
Marlene-Dietrich-Allee 20,
14482 Potsdam-Babelsberg

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Susanne Hennings: susanne.hennings@dra.de

Tagungsprogramm Populäre Musik und Identitätspolitiken

Der Tagungs-Flyer& das Abstract-Booklet können als pdf heruntergeladen werden.

Populäre Musik und Identitätspolitiken: Radio machen, überliefern und rezipieren

Popular Music and identity politics: making, archiving, transmitting, and receiving radio

 

Organisation: Forschungsgruppe Broadcasting Swissness (Universität Zürich, Universität Basel, Hochschule Luzern)
in Kooperation mit dem Studienkreis Rundfunk und Geschichte

Zeit: 18.–20. Februar 2016, Universität Zürich
Ort: Universität Zürich, Rämistr. 71, 8006 Zürich

Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich.

Um Anmeldung wird gebeten:
Bitte per Mail bis Mi, 8.2.2016, an: Thomas Järmann <thomas.jaermann[at]uzh.ch>

Die Tagung wird gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds.

Programm

Donnerstag, 18. Februar 2016 – Hörsaal F 117

ab 12 Uhr Registrierung – Tagungsbüro vor dem Hörsaal

13.30 Uhr – Begrüssung und Einleitung
Thomas Hengartner (Universität Zürich/Collegium Helveticum), Golo Föllmer (Universität Halle-Wittenberg)

14.00–15.30 Uhr – Radio-Praktiken I: Klänge und Identitätspolitiken
Moderation: Alec Badenoch (Utrecht University)

Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut, Universität Hamburg)
Sounds like Hamburg. Historische «Hamburg»-Radiodokumente und kommunikative Figurationen raumbezogener Identitätsbildungen

Kathrin Dreckmann (Universität Düsseldorf)
«ohne daß er überhaupt merkt, daß er durchtränkt wird …» Die mediale Produktion der «Volksgemeinschaft» in der Rundfunkpolitik des Nationalsozialismus

Johannes Müske (Universität Zürich)
«Collecting and revitalizing» folk music: towards the relation between folklore studies [Volkskunde] and the radio (1950s–60s)

15.30–16.00 Pause

16.00–17.30 – Radio-Praktiken II: Ästhetik
Moderation: Heinrich Grebe (Universität Zürich)

Golo Föllmer (Universität Halle-Wittenberg)
Radioästhetik komparativ. Quantitative und qualitative Methoden in der Analyse von Morning Shows aus vier Sprachgruppen

Roland Jäger (MDR/Hochschule Magdeburg)
Radio: Bilder hören. Das Zusammenspiel sprachlicher und nicht-sprachlicher Zeichen im Hörfunk – auditive Transkription als Strategie der Erzeugung von Vorstellungsbildern

Robert Małecki (Universität Warschau)
Wort – Text – Klang. Strategien zur performativen Anwendung des Textuellen im auditiven Bereich

17.30–18.00 Pause

18.00 Uhr – Keynote: Erika Brady (Western Kentucky University)
Howdy, Friends and Neighbors: Radio and the Cultural Politics of US Southern Identity

Moderation: Johannes Müske (Universität Zürich)
19 Uhr – Apéro und Vernissage – Lichthof
Vernissage der Begleitausstellung zur Tagung von Studierenden der Universitäten Basel und Zürich
Moderation: Fanny Gutsche (Universität Basel), Thomas Järmann (Universität Zürich)

Freitag, 19. Februar 2016 – Hörsaal F 117

9.00 Uhr – Keynote: Morten Michelsen (University of Copenhagen)
Radio, spaces, imaginations, 1925–1960

Moderation: Golo Föllmer (Universität Halle-Wittenberg)
10.00–10.30 Pause
10.30–12.00 Uhr – Radioprogramme: Facts und Fiction
Moderation: Walter Leimgruber (Universität Basel)

Patricia Jäggi (Hochschule Luzern/Universität Basel)
Mit dem Mikrofon durch die Schweiz: Auditiv-narrative Techniken der Faktizität im internationalen Radio der Nachkriegszeit

Andreas Zeising (Universität Siegen)
Dürer 1928. Radiokunstgeschichte zwischen Bildungsreligion und Identitätspolitik

Felix Wirth (Université de Fribourg)
Die Zukunft auf Sendung: Science-Fiction-Hörspiele am Radio Beromünster (1934–1984)

12.00–14.00 Mittagspause

14.00–15.30 Uhr – Musik und Identität I: Populäre Musik im internationalen Radio
Moderation: Marc-Antoine Camp (Hochschule Luzern)

Alec Badenoch (Utrecht University)
Re-sounding Dutchness: Light Music and Radio Nederland Wereldomroep

Karoline Oehme-Jüngling (Universität Basel)
Lightly Swiss: Unterhaltungsmusik und transnationale Kulturvermittlung bei Schweizer Radio International

Rüdiger Ritter (FU Berlin)
Das Radio: Ein Musikinstrument, das mit amerikanischem Jazz europäische Identität stiftete

15.30–16.00 Uhr Pause

16.00–17.30 Uhr – Musik und Identität II: (Trans-)Nationale Klänge
Moderation: Maximilian Jablonowski (Universität Zürich)

Thomas Järmann (Universität Zürich)
Blasmusik als Vermittlerin von Heimatgefühlen: Eine Fallstudie zu «Swissness» am Radio

Martina Novosel (Universität Zagreb)
Tamburica und nationale Identität: Populäre Musik im kroatischen Rundfunk

Thomas Felfer (University of Sussex)
Anachronistic practice, or active protection of culture [Kulturpflege]? Church bells in the Austrian Radio

18.00–19.00 Uhr – Abendvortrag: Christine Burckhardt-Seebass (Universität Basel)
Identitätsspiele

Moderation: Thomas Hengartner (UZH/Collegium Helveticum)

19.30 Uhr – Lebewohlfabrik: Apéro riche &

 

20.30 Uhr – Konzert mit Hans Hassler

Moderation und Einleitung: Daniel Häusler (SRF Musikwelle/Hochschule Luzern)

Die Lebewohlfabrik befindet sich im Seefeld, Fröhlichstrasse 23, 8008 Zürich; es wird eine gemeinsame Anfahrt mit dem Tram von der Tagung angeboten.

 

Samstag, 20. Februar 2016 – Hörsaal F 117

9.45–10.15 Uhr – Kaffee und Gipfeli

10.15–11.45 Uhr – Beyond Radio: Rezeption und (soziale) Medien
Moderation: Patricia Jäggi (HSLU/Universität Basel)

Thomas Wilke (Universität Tübingen)
Zur Strategie und Intermedialität von Netzidentitäten: Radioauftritte in Sozialen Medien

Fanny Gutsche (Universität Basel)
«A Symbol of Friendship»? Utopien, Assoziationen und Identitätsprojektionen in Hörerpraktiken um das Schweizerische Auslandsradio

Johannes Rühl (Hochschule Luzern)
«Geschmacklose Verkitschung und charakterlose Ausbeutung»: Konflikte um die Volksmusik in der Nachkriegszeit

11.45–12.00 Kurze Pause

12.00–13.00 Uhr – Keynote: Markus Tauschek (Universität Freiburg)
«Populäre» Musik als Kulturerbe?

Moderation: Karoline Oehme-Jüngling (Universität Basel)

Abschlussdiskussion: Thomas Hengartner (UZH/Collegium Helveticum)
13.00–14.00 Uhr – Ausklang bei Sekt & Brezeln

Medienhistorisches Kolloquium

Lutherstadt Wittenberg, 13./14. November 2015

Viele Nachwuchswissenschaftler widmen sich wieder der Rundfunkgeschichte. – Ein erfreuliches Ergebnis des diesjährigen medienhistorischen Kolloquiums für Nachwuchswissenschaftler, das in bewährter Weise vom Studienkreis Rundfunk und Geschichte zusammen mit dem Nachwuchsforum Kommunikationsgeschichte der DGPuK (NAKOGE) ausgerichtet und von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) unterstützt wurde.

Hier präsentierten sich beispielsweise einige junge Wissenschaftler, die sich nicht mit Internet und Multimedia, sondern mit der nationalen und internationalen Hörfunkgeschichte auseinandersetzen. Philipp Mittnik (PH Wien) befasst sich mit der Hörfunkprogrammgestaltung in Österreich (Radio Wien und Reichssender) in den Jahren 1937 und 1938 und will die These widerlegen, dass ausschließlich Unterhaltungsmusik in das Radioprogramm genommen wurde.

In einem für viele exotischen Bereich bewegt sich Kristina Offterdinger (Freiburg) offenbar problemlos. Ihr Thema: „Radio Majak“ – Identitätsstiftung und soziale Differenzierung durch Radio in der sowjetischen nachstalinistischen Gesellschaft, 1964 bis 1991″. Sie konnte anschaulich vorführen, dass dieses Programm mit Sendungen wie „Naiti tschelowek“ den Kontakt zum Hörer suchte. Pia Deutsch (Warwick) untersucht dagegen Deutschlands nationales Radio 1988-1995 unter dem Obertitel „Die (Neu)Verhandlung deutscher Identität“ (siehe Dissertationsprojekte in Ausgabe 1-2/2016).

Andere widmen sich Film und Fernsehen. So Andre Dechert (Augsburg), der in einem Postdoc-Projekt „Die Amerikanisierung des ARD-Gemeinschaftsprogramms“ erforscht. Der Werbefilm im Österreichischen Fernsehen ist Dissertationsgegenstand von Mario Keller (Wien) unter dem Aspekt „Nationalisierender Emotionen“. Aline Maldener (Saarbrücken) wählte als ihr umfangreiches Dissertationsthema: „Transnationalität populärer Jugendkultur. Jugendmedien in der Bundesrepublik Deutschland, in Großbritannien und Frankreich, 1964 – 1981“ und stellte erste Analyseergebnisse vor.

Ein ganz anderes Thema greift Mike Meißner (Fribourg) auf. Er kam von Leipzig in die Schweiz und fragte sich wohl, warum es dort keine Publikationen über Public Relations im eigenen Land gibt. Thema: „Die Erkenntnis ist ernüchternd. Public Relations in der Schweiz. Eine Forschungsskizze“.

Bei den letzten beiden Projekte steht das Leben und Wirken einzelner Personen im Mittelpunkt: Dr. Julia Scholz (Leipzig) skizzierte ein Postdoc-Forschungsprojekt zur „Paul Kohner Agency“, die Ende der 1930er Jahre in den USA eine Anlaufstelle für jüdische Emigranten im Filmgeschäft wurde. Dennis Basaldella (Hamburg) präsentierte sein Promotionsvorhaben zu Horst Klein, der als freier Filmemacher in der DDR tätig war. Klein führte über Jahrzehnte hinweg ein minutiöses Tagebuch über sein Leben und Schaffen – diese Quellen sind alle erhalten und es gilt, sie wissenschaftlich auszuwerten.

In der Abschlussdiskussion dankten die Teilnehmer/innen den Ausrichtern des Forums, das sie als große Chance sahen, sich „über die Fachgrenzen hinweg“ austauschen und vernetzen zu können. Die Möglichkeit, offen auch über mögliche Probleme der eigenen Arbeit zu sprechen, wurde besonders hervorgehoben. Sie wünschten sich, dass das Forum auch in den nächsten Jahren weiter besteht und ihnen, vielleicht mit einem Postdoc-Projekt, wieder eine Plattform bieten könnte.

Autorin: Margarete Keilacker / Mitarbeit: Tom Leonhardt

Call The Radio Conference 2016: Transnational Radio Encounters

Noch bis 15.11. läuft der Call for Papers zur internationalen Tagung ›The Radio Conference 2016: Transnational Radio Encounters‹, den sicher Viele schon auf anderen Wegen erhalten haben. Hier der Call im Original.

Die Studienkreis-Mitglieder Alec Badenoch und Golo Föllmer sind Mit-Organisatoren dieser Tagung, die 2016 zum achten Mal Radioforscher aus aller Welt zusammenführen wird. Das kulturwissenschaftlich ausgerichtete Forum fand bislang im selben Jahr wie das europäische Pendant, die ebenfalls alle zwei Jahre stattfindende Tagung der ECRREA Radio Research Section, statt.

Wir würden uns freuen, wenn viele radiohistorische Themen in Utrecht vertreten wären und fordern alle Interessierten auf, Beiträge einzureichen. Bislang ist die deutsche Beteiligung in diesen internationalen Foren noch etwas zögerlich. Es wäre schön, wenn Studienkreis-Mitglieder dazu beitragen könnten, dies zu ändern!