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ON AIR. Neue Ausstellung zu 100 Jahren Radio im Museum für Kommunikation Berlin eröffnet

Am 1. Oktober ist die Ausstellung „ON AIR. 100 Jahre Radio“ im Berliner Museum für Kommunikation eröffnet worden, die ersten öffentlichen Führungen beginnen in dieser Woche. Moderiert vom Berliner Radiomoderator Jürgen Kuttner fand die Feierlichkeit im Lichthof des einstigen Reichspostmuseums statt – allerdings musste diese coronabedingt mit deutlich weniger Gästen stattfinden. Interessierte konnten sich via Audio-Livestream zuschalten, zudem wurde die Sendung vom Förderverein Sender Königs Wusterhausen auf der europaweit empfangbaren Kurzwellenfrequenz 5980 kHz ausgestrahlt. Tatsächlich bezieht sich die Ausstellung mit ihrem „frühen“ Termin auf jenes „inoffizielle Jubiläum“ des ersten Weihnachtskonzerts, das Postbeamte im Sender Königswusterhausen am 22.12.1920, noch lange vor dem offziellen Programmstart des deutschen Rundfunks, veranstaltet hatten. Die Vorbereitung zur Ausstellung, die in Berlin bis zum 29. August 2021 und anschließend ein Jahr lang im Museum für Kommunikation Frankfurt/Main zu sehen sein wird, begann vor zwei Jahren. Der Studienkreis Rundfunk und Geschichte hat die beiden Kurator*innen Florian Schütz und Anne-Sophie Gutsche inhaltlich unterstützt. Die Zusammenarbeit zwischen Studienkreis und Museum begann kurz nach der Jahrestagung in Baden-Baden. Förderung erhielt das Museum von der Kulturstiftung der Länder, im Rahmen von Kooperationen wird die Ausstellung vom DRA, Deutschlandfunk Kultur und rbb Kultur unterstützt.

Kai Knörr

Medienhistorisches Forum 2020 in Potsdam und Online, Call for Papers

EINREICHUNGSFRIST: 15. SEPTEMBER
TERMIN: 6. / 7. November 2020

Das Medienhistorische Forum des Studienkreises Rundfunk und Geschichte existiert seit 1973 und versteht sich als Plattform, um Nachwuchswissenschaftler*innen mit Forscher*innen verschiedener Disziplinen und insbesondere mit Vertreter*innen aus der Kommunikations- und Mediengeschichte, Rundfunkanstalten und Medienarchiven zu vernetzen. In freundlicher und produktiver Atmosphäre werden Themen der Medien- und Kommunikations-geschichte aus der gesamten Breite des Forschungsfeldes diskutiert. Nachwuchswissenschaftlerinnen laden wir ein, sich mit ihren aktuellen Forschungsprojekten zu bewerben.

Beispielhafte Themenfelder sind…
• Geschichte und Entwicklung von Hörfunk, Fernsehen, Publizistik und Journalistik, Fotografie, Onlinemedien, Musikmedien oder anderen Einzelmedien und Mediengattungen
• Geschichte der Kommunikations- und Medienpolitik: Institutionen, Prozesse, Personen
• Mediatisierung und Medialisierung von Gesellschaft und gesellschaftlichen Teilbereichen
• Medienöffentliche Diskurse und Medienöffentlichkeiten im Wandel
• Vergangene, tradierte und neue Praktiken der Medienproduktion und Medienrezeption
• Geschichte der Rezeptionsforschung, Zuschauerforschung, Sozialforschung der Medienkommunikation
• Forschung zur Technikgeschichte und Materialität der analogen und digitalen Medien
• Einzelanalysen und Fallstudien zu Formaten, Sendungen, Personen
• Innovative Ansätze der Methoden- und Theoriebildung von Kommunikationsgeschichte und Medienkulturwissenschaft (z.B. digitale Methoden, Nostalgie-Konzepte)
• Erinnerungskultur und Medien

Die vorgestellten Papers müssen und sollen keine abgeschlossenen Projekte abbilden; konkrete Projektskizzen sollten aber dennoch vorhanden sein, so dass wir auf hohem Niveau über die Themen, Gegenstände, Quellen, Methoden oder theoretischen Ansätze diskutieren können. Einreichungen in englischer Sprache sind möglich. Das Forum richtet sich insbesondere an Promovierende, an Habilitierende, aber auch an MA-Absolvent*innen, die auf Grundlage ihrer Abschlussarbeit ein Dissertationsthema entwickeln. Der erste Veranstaltungstag wird traditionell mit einem Expert*innenvortrag beschlossen, der Einblicke in Praxisfelder von Medien und aktueller Forschung gibt.

Einreichung und Review-Verfahren
Zur Bewerbung reichen Sie bitte ein Exposé ein, das die Grundlinien des geplanten Vortrages umreißt und zwei Seiten Text (6.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, plus Literaturangaben) umfassen soll.

Geben Sie in Ihrem Exposé bitte keine Angaben zu Ihrer Person an, sondern reichen Sie ein zusätzliches Deckblatt mit Ihren Kontaktdaten und dem Titel des Vortrags als einzelne Datei ein.

Senden Sie Ihr Exposé und das Deckblatt bis zum 15. September 2020 an Susanne Hennings (DRA), susanne.hennings@dra.de.
Die Auswahl der Vorträge findet in einem anonymisierten Review-Verfahren durch die Veranstalterinnen statt. Deshalb sollten alle Angaben zur Person nur auf dem Deckblatt des Exposés platziert sein und die Dateien frei von identifizierenden Metadaten. Die Veranstaltung soll in hybrider Form stattfinden. Analoger Veranstaltungsort wird das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) in Potsdam sein, soweit das möglich sein wird. In jedem Fall ist aber auch eine digitale Teilnahme möglich.

Veranstalter*innen
Das Medienhistorische Forum wird veranstaltet vom Studienkreis Rundfunk und Geschichte e.V. in Kooperation mit dem Nachwuchsforum Kommunikationsgeschichte der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK. Ansprechpartnerinnen für Rückfragen sind Kai Knörr (Studienkreis RuG/Universität Potsdam, knoerr@uni-potsdam.de) und Elisa Pollack (NAKOGE/FU Berlin), elisa.pollack@fu-berlin.de).

Dr. Kai Knörr (Studienkreis Rundfunk und Geschichte)
Dr. Kiron Patka (Studienkreis Rundfunk und Geschichte)
Elisa Pollack und Simon Sax (Sprecherinnen des Nachwuchsforums Kommunikationsgeschichte der DGPuK – NAKOGE)
Dr. Erik Koenen und Dr. Christian Schwarzenegger (Sprecher der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK)

Folgen der Disruption. Worauf wir uns einstellen

Aufruf für die RuG-Ausgabe 3–4/2020

Rundfunk und Geschichte möchte den Mitgliedern des Studienkreises ein Forum bieten für den wissenschaftlichen, aber auch für den berufspraktischen Austausch. Unsere Mitglieder setzen sich an unterschiedlichsten Stellen und in verschiedenen Institutionen mit dem Zusammenhang von Rundfunk und Geschichte auseinander. Wir arbeiten in den Rundfunkanstalten und anderen Medienhäusern, in historischen Archiven und Medienarchiven, in Museen und Stiftungen, an Hochschulen und in Forschungsinstituten. Wir forschen, kuratieren, verwalten, wir unterrichten, bilden aus – und noch vieles andere.

Die Bedingungen unseres Handelns wurden wie das gesamte gesellschaftliche Leben in diesem Frühjahr jäh herausgefordert. Wir alle haben die „Corona-Krise“, die Pandemie und die anschließenden Maßnahmen des social distancing in unterschiedlichem Maße als disruptiv erlebt. Unsere Institutionen mussten kurzfristig darauf reagieren – oftmals zu allererst durch die Verstärkung der Digitalisierungsbemühungen. Längst wird aber auch debattiert, wie es mittelfristig und langfristig weitergeht: Aus Reaktionen werden Anpassungen, aus Taktik wird Strategie. Der weitere Verlauf der Pandemie ist derzeit kaum abzusehen.

Dadurch verändern sich zwangsläufig auch die Bedingungen nachhaltig, unter denen rundfunkgeschichtliches Arbeiten vonstatten geht, wie auch die Themen, mit denen wir uns dabei befassen. Für tiefergehende Analysen dieses Prozesses ist es sicherlich zu früh. Aber im Geiste einer Chronistik des Vereins wollen wir in der kommenden Ausgabe von RuG eine erste Dokumentation anlegen und bitten Sie um Ihre Beteiligung. Wir würden gerne wissen, wie und worauf sich Ihre Institution, Ihr Arbeitsbereich, Ihr Tätigkeitsfeld angesichts der disruptiven Erlebnisse der „Corona-Krise“ nun einstellt.

  • Welche Maßnahmen werden getroffen, die Ihre Arbeit mittel- und langfristig verändern werden?
  • Welche Zukunft – welche Zukünfte – bilden die Grundlage für nun in Gang gesetzte Veränderungsprozesse?
  • Welche Konsequenzen für die rundfunkgeschichtliche Arbeit sind aus Ihrer Perspektive abzusehen?

Wir hoffen, dass eine solche erste Dokumentation uns jetzt gegenseitige Einblicke in die aktuellen Herausforderungen unserer Arbeits- und Forschungsfelder geben kann und später als Quelle wertvoll sein wird. Diese Dokumentation soll im „Forum“ der kommenden Ausgabe von RuG abgedruckt und auch auf der Webseite des Studienkreises nachzulesen sein.


Wir freuen uns über Beiträge im Umfang bis maximal 8.000 Zeichen.
Bitte senden Sie uns Ihre Vorschläge möglichst bis zum 20. Juli 2020 zu.
Die fertigen Beiträge sollten bis zum 6. September vorliegen.

Kontakt für Einreichungen und Rückfragen:
Kiron Patka: kiron.patka@uni-tuebingen.de

RuG 1–2/2020 ist erschienen

In diesen Tagen bekommen die Mitglieder des Studienkreises Post: Die neueste Ausgabe von Rundfunk und Geschichte wird derzeit druckfrisch ausgeliefert.

Vielleicht werden Sie überrascht sein. Wir haben es gewagt, eine deutliche visuelle Zäsur vorzunehmen. Ab dieser Ausgabe erscheinen die Hefte in einem anderen, kleineren Format, und sind dafür etwas dicker. Wir denken, dass das Heft so handlicher und dadurch einfacher zu lesen sein wird. Außerdem schließt die Gestaltung damit auch stärker an die heutigen Standards wissenschaftlicher Periodika an. Die Grafikerin Annkatrin Breitenborn hat das neue Layout entwickelt.

RuG 1–2/2020: Objektgeschichten des Rundfunks

Dass bereits auf der Titelseite ein Foto zu sehen ist, stellt ebenfalls ein Novum dar. Das Titelbild der aktuellen Ausgabe stammt von der Medienwissenschaftlerin Elfi Vomberg; es zeigt die Reste des legendären Studios für elektronische Musik in Köln, in dem einst Stockhausen, Pousseur, Ligeti, Krenek und Xenakis gearbeitet haben. Vombergs spannender und höchst aktueller Artikel im Heft geht den heutigen Spuren dieses Studios nach – von einem Keller in Köln-Ossendorf über die offiziellen Archive des WDR bis in die digitale Sphäre hinein.

Dieser Beitrag bettet sich ein in einen Themenschwerpunkt „Objektgeschichten des Rundfunks“, der die insgesamt sieben Hauptbeiträge dieser Ausgabe zusammenfasst. Die Idee zu diesem Themenheft stammt von der Musikwissenschaftlerin Karin Martensen, die als Mitherausgeberin und Autorin maßgeblich an der Ausgabe beteiligt war. Diese gewinnbringende und bereichernde Zusammenarbeit dokumentiert einmal mehr den interdisziplinären Charakter des Studienkreises.

Wir wünschen Ihnen allen eine anregende Lektüre mit der neuen Ausgabe von Rundfunk und Geschichte!

Zum Inhaltsverzeichnis von RuG 1–2/2020

Jahrestagung 2020 wird verschoben

Sehr geehrte Damen und Herren,
vor dem Hintergrund der unabsehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie und den daraus bereits entstandenen Folgen für das kulturelle und öffentliche Leben hat der Vorstand des Studienkreises Rundfunk und Geschichte in Absprache mit dem Grimme-Institut entschieden, die geplante Jahrestagung am 04. und 05. Juni 2020 in Marl abzusagen.

Dementsprechend ziehen wir auch den Call for Papers für Fachbeiträge zurück (Ursprüngliche Deadline: 06.04.2020).

Die Entscheidung zur kompletten Absage in diesem Jahr (statt einer Verschiebung in den Herbst) ist uns nicht leicht gefallen, erscheint aber angesichts der Situation vernünftig. Zumal – wie man hoffen kann – größere Fachtagungen und Arbeitstreffen nach dem Ende der Krise in dichter Folge stattfinden werden.

Mit dem Grimme-Institut haben wir vereinbart, in engem Dialog zu bleiben und unsere 50. Jahrestagung im Frühjahr 2021 nachzuholen. Den genauen Termin geben wir Ihnen so bald wie möglich bekannt. Das Thema zur Geschichte und Zukunft von Bildungsmedien und Medienbildung bleibt bestehen und dürfte bis dahin an Brisanz nichts einbüßen. Im Gegenteil: Klassische Plattformen und insbesondere der Rundfunk mit linearen und nichtlinearen Bildungs- und Informationsangeboten werden derzeit besonders gebraucht.

Wir hoffen, dass es uns möglich sein wird, im nächsten Jahr auf die Thematik mit anderen Augen zu schauen und einen produktiven Mehrwert für alle Disziplinen und Professionen zu generieren, die sich unter dem Dach des Studienkreises Rundfunk und Geschichte zum Austausch versammeln. Von der Absage unberührt bleibt bis auf Weiteres unser Medienhistorisches Forum (November 2020).

Im Namen des Vorstands wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben alles Gute.

Dr. Kai Knörr

Call for Papers: RuG-Jahrestagung 2020 in Marl

Fernsehen und Bildung – ein Missverständnis?

Geschichte und Zukunft von Bildungsmedien und Medienbildung

50. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte
in Kooperation mit dem Grimme-Institut Marl, 4.–5. Juni 2020

Nach 26 Jahren freuen wir uns, wieder zu Gast im Grimme-Institut zu sein und mit unserer 50. Jahrestagung auf ein Thema zu schauen, das in der Luft liegt: auf das Verhältnis von Medien und Bildung. Der Titel „Fernsehen und Bildung“ ist eine Hommage an den Tagungsort und dessen Bedeutung, soll aber auch zu erweiterten Reflexionen über Bildungsdiskurse in der audiovisuellen Kultur, früher und heute, anregen. Wir fragen nach der Geschichte und Zukunft von Bildungsmedien, nach Formaten, Infrastrukturen und Angeboten, nach historischen Erfolgsmodellen und Irrwegen. Uns interessiert, wie digitale Plattformen in Produktion und Distribution die Konzepte von Bildung und Geschichte verändern. Kann die praktische und programmatische Erfahrung und das Selbstverständnis traditioneller Bildungsinstitutionen in neuen technischen Umgebungen bestehen?  Welche Funktion kommt Archiven und audiovisuellem Erbe in digitalen Zeiten zu? Der Rundfunkbegriff bleibt dabei ein Bezugspunkt, um institutionelle und organisatorische Ziele von Bildung und Medienbildung zu beleuchten.

Bezeichnenderweise wurde die technisch-institutionelle Einführung neuer (Programm-)Medien immer wieder mit Bildungsprogrammen begründet: Nach dem ersten Weltkrieg versprach Hans Bredow bei Einführung des Rundfunks die „geistige Not“ der Deutschen durch „drahtlose Belehrung und Unterhaltung“ zu lindern und die Kluft zwischen gesellschaftlichen Gruppen und den Völkern zu schließen. Nach 1945 entstanden öffentlich-rechtliches Radio und Fernsehen als demokratisches Gegengewicht zu den unter der Nazi-Herrschaft diskreditierten, staatlichen Bildungseinrichtungen. Nicht nur medienvermittelte Bildung, sondern Medienbildung rückte eine Generation später ins Blickfeld, als der Volkshochschulverband im Jahr 1973 das Grimme-Institut gründete und damit Medien und medienpolitische Fragen zum Gegenstand der Erwachsenenbildung machte. Qualitativ hochwertige (=bildende?) Programme, Sendungen und Formate werden in Marl schon seit 1964 mit Grimme-Preisen prämiert. Die Tagung soll auch hierzu Hintergrundwissen und Diskussionsstoff bieten. Die Debatten zu Medien und Bildung sind in vollem Gange. Daher sind wir an Zuspitzungen interessiert, aber auch an neuen Versuchen. Richtwert sind 20minütige Vorträge mit anschließender Diskussion. Wir laden Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus Geisteswissenschaften, empirischer Forschung, Rundfunkanstalten, Archiven, Bereichen der Medienbildung usw. ein, sich zu beteiligen.

Die Beiträge sollten eine historische Dimension aufweisen und können zu folgenden Aspekten eingereicht werden (Beispiele):

  • Bildende Programme als Public Value im Fernsehen
  • Programm- und Institutionengeschichte des Schulfunks, der III. Programme, Telekolleg etc.
  • Vermittlung von Geschichtsbewusstsein
  • Potenziale des audiovisuellen Erbes in Bildung/Medienbildung
  • Gesellschaftlicher Nutzen des Wissens um (historische) Medienpraxis
  • Absichtliche und unabsichtliche Bildungserfahrungen / Bildungsprogramme vs. Mediengebrauch
  • Bisher unbeleuchtete/unbeachtete Bestände/Quellen zu bildungspolitischen Debatten in Ost und West
  • Medialität und Medienwandel und ihre Auswirkungen auf Bildung
  • Digitalisierung und Wissensvermittlung / Verhältnis zwischen Information, Wissen und Bildung
  • Bildungsauftrag des Rundfunks als Zukunftsperspektive
  • Subtile Formen der Wissensvermittlung in heutigen Fernsehangeboten
  • Kommerzielles Fernsehen und Bildung
  • Streamingdienste und andere audiovisuelle Netzangebote im Bildungskontext
  • Transformation von medialen Bildungsangeboten

Deadline für die Einreichung: 6.4.2020

Einreichungen zu den genannten Fragestellungen richten Sie bitte an Dr. Judith Kretzschmar, Studienkreis Rundfunk und Geschichte, jkretz@uni-leipzig.de.

Eingereichte Abstracts sollten maximal 3.000 Zeichen umfassen (exklusive etwaiges Literatur- oder Quellenverzeichnis). Die Veranstalter*innen entscheiden über die Annahme in einem Review-Verfahren. Rückmeldungen sind bis zum 30.4.2020 zu erwarten. Die Vorträge können auf Deutsch und Englisch gehalten werden; Konferenzsprache ist Deutsch.


Save the Date: 4.-5. Juni Studienkreis Jahrestagung/Annual Conference in Marl


04.-05. Juni 2020

Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte

Grimme-Institut in Marl

Thema: Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Bildungsmedien und Medienbildung

wir freuen uns Ihnen den Termin unserer Jahrestagung 2020 mitteilen zu können. Bitte reservieren Sie sich die beiden oben genannten Tage.

Nach 26 Jahren werden wir in diesem Jahr wieder zu Gast im Grimme-Institut in Marl sein und fragen in Fachvorträgen und Diskussionen nach der Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Bildungsmedien und Medienbildung.

Weitere Informationen zur Tagung inkl. der Anmeldemöglichkeit finden Sie in Kürze hier auf rundfunkundgeschichte.de.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und anregende Gespräche in Marl!

***

Annual Conference of the Studienkreis Rundfunk und Geschichte June 4-5 2020

Theme: Past, Present and Future of Educational Media and Media Education

We are pleased to announce the dates of our 2020 annual conference: please save both these dates in your calendar.

After 26 years, we will be hosted once more by the
Grimme Institute in Marl to explore the past present and future of educational media and media in education.

Watch this space for more information – we hope to see you there!

CfA: Themenheft „Objektgeschichten des Rundfunks“

Rundfunk und Geschichte
Themenheft „Objektgeschichten des Rundfunks“

Jahrgang 46, Nr. 1–2 (erscheint im Juni 2020) 

Call for Articles 

Im Anschluss an die in den letzten Jahren verstärkt sichtbar gewordene Hinwendung zum Materiellen möchte die Zeitschrift Rundfunk und Geschichte im Sommer 2020 ein Heft zur „Objektgeschichte des Rundfunks“ herausgeben. Bereits 2018 hat der Studienkreis Rundfunk und Geschichte eine Jahrestagung unter das Thema „Materialitäten“ gestellt. 2019 stand das Thema „Medien-Materialitäten“ im Mittelpunkt der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft in Köln. Beide Tagungen sowie verschiedene in letzter Zeit entstandene Publikationen¹ zeigen, dass materialitätsbezogene Ansätze Konjunktur haben. Man kann sogar sagen, dass durch diese Schwerpunktsetzungen wichtige und bislang vernachlässigte Aspekte der Mediengeschichtsschreibung in den Vordergrund gerückt wurden, die bisherige Narrative ergänzen oder gar in Frage stellen. 

Diese Überlegungen und Ansätze möchten wir mit einem Themenheft vertiefen. Für die im Juni 2020 erscheinende Ausgabe suchen wir daher nach Beiträgen, die eine Objektgeschichte des Rundfunks beleuchten. Dabei geht es keineswegs darum, Kulturgeschichte durch Technikgeschichte zu ersetzen. Schon gar nicht soll der Begriff „Objekt“ auf Technik oder Technologie beschränkt bleiben. Ganz im Gegenteil soll es der Ansatz ermöglichen, den bestehenden Erzählungen von technischen Erfindungen und ihren Erfindern (selten: Erfinderinnen) Alternativen entgegenzusetzen. Dieses Potenzial besitzen beispielsweise solche Ansätze, die Interaktionen und Netzwerke in den Blick nehmen und dabei die Analyse medialer Artefakte im Kontext produzierender, rezipierender und benutzender Menschen vornehmen. Weiterhin können Zusammenhänge zwischen dem Rundfunk und seinen medialen Ökologien bislang wenig beachtete Forschungsfelder freilegen; so ist beispielsweise bis heute wenig untersucht worden, inwieweit die Technologien und Architekturen der Radioproduktion sich in Abhängigkeit von und in Abgrenzung zu denen der (kommerziellen) Musikproduktion entwickelt haben. Für die im Rundfunk von Anfang an zentralen Medienarchive wiederum ist eine Verschränkung von archivierten und archivierenden Medien kennzeichnend. Dieser sonst nirgendwo anzutreffende, ganz eigene Materialismus macht diese Institutionen zu Reflektoren einer Objektgeschichte des Rundfunks par excellence

Wir freuen uns also über Einreichungen, die aus einer materialitätsgeschichtlichen Perspektive auf den Rundfunk blicken und somit auch Dokumente und Akten nicht als Informationsträger, sondern als materielle Objekte in den Blick nehmen. Ein Fokus kann beispielsweise auf folgende Aspekte gelegt werden: 

  • Ton- oder Fernsehstudios und Schnitträume
  • ihre Ausstattungen und Anordnungen
  • Funkhäuser und Architekturen
  • Speichermedien
  • Dokumente und Akten
  • Produktionsequipment, Mikrofone, Kameras, Computersysteme
  • Heimgeräte, häusliche Medienausstattung
  • Merchandising- und Fanartikel
  • u.v.m.

Wir hoffen, auf diese Weise alternative Rundfunkgeschichte(n) erzählen zu können. Hierfür interessieren wir uns für Forschungsberichte und -notizen, für Artefaktanalysen und Objektbeschreibungen, für Essays oder auch Interviews in unterschiedlichem Umfang (bis maximal 40.000 Zeichen). 

Bitte reichen Sie Abstracts im Umfang von max. einer Seite bis zum 1. Januar 2020 per Email ein. Der weitere Zeitplan: 

  • Rückmeldungen über die Annahme: bis 10. Januar 2020
  • Einreichung erste Fassung des Textes: spätestens 29. Februar 2020
  • Überarbeitungsphase: bis 31. März

Kontakt für Einreichungen und Rückfragen: kiron.patka@uni-tuebingen.de und karin.martensen@tu-berlin.de


1 Vgl. etwa die Themenausgabe von Zeithistorische Forschung 13 (2016), Nr. 3, „Der Wert der Dinge“, darin insbesondere das Editorial von Simone Derix, Benno Gammerl, Christiane Reinecke und Nina Verheyen: „Der Wert der Dinge: Zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Materialitäten“ sowie den Essay von Stefanie Samida: „Materielle Kultur und dann? Kulturwissenschaftliche Anmerkungen zu einem aktuellen Trend in der Zeitgeschichtsforschung“; vgl. außerdem: Stefanie Samida u.a. (Hg.): Handbuch Materielle Kultur. Bedeutungen, Konzepte, Disziplinen, Stuttgart 2014; Gottfried Korff: „Dimensionen der Dingbetrachtung. Versuch einer museumskundlichen Sichtung“, in: Andreas Hartmann u.a. (Hg.): Die Macht der Dinge. Symbolische Kommunikation und kulturelles Handeln, Münster 2011, S. 11–26; Manfred Lueger und Ulrike Froschauer: „Artefaktanalyse“, in: Leila Akremi u.a. (Hg.): Handbuch Interpretativ forschen, Weinheim 2018, S. 775ff; Tarleton Gillespie u.a. (Hg.): Media Technologies. Essays on Communication, Materiality, and Society, Cambridge/ London 2013; Andreas Fickers: „Hands-on! Plädoyer für eine experimentelle Medienarchäologie“, in: Technikgeschichte 82 (2015), Nr. 1, S. 67–86. 


Noch freie Plätze im Medienhistorischen Forum! Frist verlängert bis 15.10.2019

Zur Teilnahme am diesjährigen Medienhistorischen Forum des Studienkreises RuG am 08./09. November in Lutherstadt Wittenberg sind noch Plätze zu vergeben! Interessierte können sich mit ihren Forschungsvorhaben und medienhistorischen Projektideen noch bis zum 15.10.2019 bewerben! Weitere Infos und Kontaktangaben entnehmen Sie bitte dem Call for Papers unter: https://rundfunkundgeschichte.de/call-for-papers-medienhistorisches-forum-2019-in-lutherstadt-wittenberg-08-09-11-2019/

Call for Papers: Medienhistorisches Forum 2019 in Lutherstadt Wittenberg, 08.-09.11.2019

Das Medienhistorische Forum des Studienkreises Rundfunk und Geschichte existiert seit 1973 und versteht sich als Plattform, um Nachwuchswissenschaftler*innen mit Forscher*innen verschiedener Disziplinen und insbesondere mit Vertreter*innen aus der Kommunikations- und Mediengeschichte, Rundfunkanstalten und Medienarchiven zu vernetzen. In freundlicher und produktiver Atmosphäre werden Themen der Medien- und Kommunikationsgeschichte aus der gesamten Breite des Forschungsfeldes diskutiert. Nachwuchswissenschaftler*innen laden wir ein, sich mit ihren aktuellen Forschungsprojekten zu bewerben.

Beispielhafte Themenfelder

  • Geschichte und Entwicklung von Hörfunk, Fernsehen, Publizistik und Journalistik, Fotografie, Onlinemedien, Musikmedien oder anderen Einzelmedien und Mediengattungen
  • Geschichte der Kommunikations- und Medienpolitik: Institutionen, Prozesse, Personen
  • Mediatisierung und Medialisierung von Gesellschaft und gesellschaftlichen Teilbereichen
  • Medienöffentliche Diskurse und Medienöffentlichkeiten im Wandel
  • Vergangene, tradierte und neue Praktiken der Medienproduktion und Medienrezeption
  • Geschichte der Rezeptionsforschung, Zuschauerforschung, Sozialforschung der Medienkommunikation
  • Forschung zur Technikgeschichte und Materialität der analogen und digitalen Medien
  • Einzelanalysen und Fallstudien zu Formaten, Sendungen, Personen
  • Innovative Ansätze der Methoden- und Theoriebildung von Kommunikationsgeschichte und Medienkulturwissenschaft (z.B. digitale Methoden, Nostalgie-Konzepte)
  • Erinnerungskultur und Medien

Die vorgestellten Papers müssen und sollen keine abgeschlossenen Projekte abbilden; konkrete Projektskizzen sollten aber dennoch vorhanden sein, so dass wir auf hohem Niveau über die Themen, Gegenstände, Quellen, Methoden oder theoretischen Ansätze diskutieren können. Einreichungen in englischer Sprache sind möglich. Das Forum richtet sich insbesondere an Promovierende, an Habilitierende, aber auch an MA-Absolvent*innen, die auf Grundlage ihrer Abschlussarbeit ein Dissertationsthema entwickeln. Der erste Veranstaltungstag wird traditionell mit einem Expert*innenvortrag beschlossen, der Einblicke in Praxisfelder von Medien und aktueller Forschung gibt.

Die Auswahl der Vorträge findet in einem anonymisierten Review-Verfahren durch die Veranstalter*innen statt. Deshalb sollten alle Angaben zur Person nur auf dem Deckblatt des Exposés platziert sein und die Dateien frei von identifizierenden Metadaten. Teilnehmer*innen können nach Vorlage ihrer Tickets eine Reisekostenerstattung von bis zu 100 Euro beantragen. Es besteht die Möglichkeit einer preiswerten Übernachtung im Einzelzimmer (Du, WC) direkt am Tagungsort Leucorea Wittenberg für 35 Euro.

Einreichung und Review-Verfahren

Zur Bewerbung reichen Sie bitte ein Exposé ein, das die Grundlinien des geplanten Vortrages umreißt und zwei Seiten Text (6.000 Zeichen inklusive Leerzeichen, plus Literaturangaben) umfassen soll. Geben Sie in Ihrem Exposé bitte keine Angaben zu Ihrer Person an, sondern reichen Sie ein zusätzliches Deckblatt mit Ihren Kontaktdaten und dem Titel des Vortrags als einzelne Datei ein. Senden Sie Ihr Exposé und das Deckblatt bis zum 15. Oktober 2019 an
Dr. Judith Kretzschmar, Studienkreis Rundfunk und Geschichte, jkretz@uni-leipzig.de

Veranstalter*innen

Das Medienhistorische Forum wird veranstaltet vom Studienkreis Rundfunk und Geschichte e.V. in Kooperation mit dem Nachwuchsforum Kommunikationsgeschichte der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK sowie der AG Auditive Kultur und Sound Studies der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM). Ansprechpartner*innen für Rückfragen sind Dr. Kai Knörr (Studienkreis RuG/Universität Potsdam, knoerr@uni-potsdam.de), Dr. Erik Koenen (NAKOGE/Universität Bremen), ekoenen@uni-bremen.de) sowie Dr. Anna Schürmer (Institut für Medien- und Kulturwissenschaft, HHU Düsseldorf, Anna.Schuermer@hhu.de).

Dr. Kai Knörr (Studienkreis Rundfunk und Geschichte)
Dr. Erik Koenen und Christina Sanko (Sprecher*innen des Nachwuchsforums Kommunikationsgeschichte der DGPuK – NAKOGE)
Dr. Thomas Birkner und Dr. Christian Schwarzenegger (Sprecher der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK)
Dr. Anna Schürmer (AG Auditive Kultur und Sound Studies der GfM)
Dr. Kiron Patka (Studienkreis Rundfunk und Geschichte / AG Auditive Kultur und Sound Studies der GfM)