Vom Leitmedium zum Medium light? Fernsehen und Politik in historischer Perspektive – PROGRAMM zur 52. Jahrestagung

"Drei Tage vor der Wahl" - Diskussionsrunde vor der Bundestagswahl, 3.3.1983 mit Hans Dietrich Genscher (FDP), Franz Josef Strauß (CSU), Helmut Kohl (CDU), Hans-Jochen Vogel (SPD), Friedrich Nowottny (ARD). Screenshot
„Drei Tage vor der Wahl“ – Diskussionsrunde vor der Bundestagswahl, 3.3.1983 mit Hans Dietrich Genscher (FDP), Franz Josef Strauß (CSU), Helmut Kohl (CDU), Hans-Jochen Vogel (SPD), Friedrich Nowottny (ARD). Screenshot
52. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte in Kooperation mit dem ZDF

22. + 23. September 2025 in Mainz, Anmeldung bitte per Mail

Ort: ZDF Zweites Deutsches Fernsehen, Konferenzzone (Kasinogebäude), ZDF-Straße 1, 55127 Mainz

Im Jahr 1979 warnte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt vor dem Privatfernsehen, das die „Strukturen der demokratischen Gesellschaft“ gefährden könne. Schmidts Prognose mag rückblickend übertrieben wirken, doch zugleich wirkt sie angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Demokratie im digitalen Zeitalter hoch aktuell. Wir nehmen dies zum Anlass, um die Rolle des Fernsehens als politischen Akteur und Projektionsfläche politischer Aushandlungen zu untersuchen: vom Aufstieg zum Leitmedium bis zur digitalen Transformation. Im Fokus stehen medienpolitische Strukturen, politische Inhalte und gesellschaftliche Aneignung – damals wie heute.

PROGRAMM

  Montag 22. September 2025
12:00 Check-in am RuG-Tagungscounter
13:00 Begrüßung durch Karin Brieden (Verwaltungsdirektorin und stellv. Intendantin des ZDF) und Kai Knörr (Vorsitzender des Studienkreises Rundfunk und Geschichte)
13:15 Keynote
Leiden am Leitmedium? Warum wehrhafte Demokratie einen wehrhaften Rundfunk braucht
Steffen Grimberg
(Leiter KNA-Mediendienst, Katholische Nachrichten-Agentur, Bonn/Berlin)
14:00 Kaffeepause
14:30 Panel 1 Das Fernsehen als Ort des Politischen
Moderation: Veit Scheller  
Alexander Moutchnik (Hochschule RheinMain, Wiesbaden): Was nun, Politikjournalismus? Zwischen Schlagabtausch und Gesprächskultur: 40 Jahre Was nun, …? im ZDF (1985-2025)
Steffen Grütjen (Katholische Universität Eichstädt-Ingolstadt), Hans-Ulrich Wagner (Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, Hamburg): Die medienjournalistische Berichterstattung von betrifft: Fernsehen (ZDF) und Medienreport (NDR): Medienpolitik in historischer Perspektive am Beispiel der Einführung des dualen Rundfunksystems
Marie Sophie Beckmann
(Carl von Ossietzky Universität Oldenburg): Bildfläche als Protestfläche: Der Fernsehbildschirm als Ort politischer Auseinandersetzung
16:00 Kaffeepause
16:30 Panel 2 Programmanalyse
Udo Michael Krüger
(IFEM – Institut für Empirische Medienforschung, Köln): 40 Jahre Programmanalyse. Vortrag und Gespräch mit Gerlinde Frey-Vor (MDR, Leipzig)
17:30 Kaffeepause
18:00 Kamingespräch
Maria von Welser im Gespräch mit Yulia Yurtaeva-Martens und Christoph Classen
20:00 Gemeinsames Abendessen (Selbstzahler)
   
  Dienstag 23. September 2025
09:00 Panel 3 Politik in Unterhaltungs- und Geschichtsformaten
Moderation: Yulia Yurtaeva-Martens  
Christoph Classen (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam): Seiteneinsteiger. Lokalpolitik in Fernsehserien der frühen 1970er Jahre  
Sandra Nuy (Universität Siegen): Das Politische im Unpolitischen. Anmerkungen zur ZDF-Reihe Das Traumschiff  
Monika Weiß (Philipps-Universität Marburg):
Frauenbild(er): Fiktion und Geschichte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen
10:30 Kaffeepause
11:00 Panel 4 Fernsehautoren in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit
Moderation: Kai Knörr  
Tim Tolsdorff (HAW Hamburg): Michael Mansfeld: Autor und Agent. Ein Meister des Dokumentarspiels zwischen Idealismus und politischer Instrumentalisierung  
Antonia Kunze (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg): Das Medium erliegt „gelegentlich dem Charme der Politik“. Medienreflexive Repräsentationen des Fernsehens und Politikpersiflagen in den Fernsehwerken Loriots
12:00 Kaffeepause
12:15 Panel 5: Politik im ostdeutschen Fernsehen in den 1990er Jahren
Moderation: Uwe Breitenborn  
Nikolai Okunew (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam): Politikfern: Die Rechtsextremismus-Berichterstattung bei MDR und ORB in den 1990er Jahren  
Gerlinde Frey-Vor (MDR, Leipzig): Sehen Ost- und Westdeutsche anders fern? Rezeptionsmuster von Fernsehen in den 1990er und frühen 2000er Jahren  
Schlussdiskussion
13:30 Mittagspause
14:00 Mitgliederversammlung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte e.V.

Tagungsgebühr: 50 €

Mitglieder des Studienkreises: 30 €

Studierende: 15 € 

Bitte überweisen Sie bis zum 18.09.25:
Studienkreis Rundfunk und Geschichte
IBAN: DE20 5005 0201 0000 3920 49
BIC: HELADEF1822 Frankfurter Sparkasse

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