
52. Jahrestagung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte in Kooperation mit dem ZDF
22. + 23. September 2025 in Mainz, Anmeldung bitte per Mail
Ort: ZDF Zweites Deutsches Fernsehen, Konferenzzone (Kasinogebäude), ZDF-Straße 1, 55127 Mainz
Im Jahr 1979 warnte der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt vor dem Privatfernsehen, das die „Strukturen der demokratischen Gesellschaft“ gefährden könne. Schmidts Prognose mag rückblickend übertrieben wirken, doch zugleich wirkt sie angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Demokratie im digitalen Zeitalter hoch aktuell. Wir nehmen dies zum Anlass, um die Rolle des Fernsehens als politischen Akteur und Projektionsfläche politischer Aushandlungen zu untersuchen: vom Aufstieg zum Leitmedium bis zur digitalen Transformation. Im Fokus stehen medienpolitische Strukturen, politische Inhalte und gesellschaftliche Aneignung – damals wie heute.
PROGRAMM
| Montag 22. September 2025 | ||
| 12:00 | Check-in am RuG-Tagungscounter | |
| 13:00 | Begrüßung durch Karin Brieden (Verwaltungsdirektorin und stellv. Intendantin des ZDF) und Kai Knörr (Vorsitzender des Studienkreises Rundfunk und Geschichte) | |
| 13:15 | Keynote Leiden am Leitmedium? Warum wehrhafte Demokratie einen wehrhaften Rundfunk braucht Steffen Grimberg (Leiter KNA-Mediendienst, Katholische Nachrichten-Agentur, Bonn/Berlin) | |
| 14:00 | Kaffeepause | |
| 14:30 | Panel 1 Das Fernsehen als Ort des Politischen Moderation: Veit Scheller Alexander Moutchnik (Hochschule RheinMain, Wiesbaden): Was nun, Politikjournalismus? Zwischen Schlagabtausch und Gesprächskultur: 40 Jahre Was nun, …? im ZDF (1985-2025) Steffen Grütjen (Katholische Universität Eichstädt-Ingolstadt), Hans-Ulrich Wagner (Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, Hamburg): Die medienjournalistische Berichterstattung von betrifft: Fernsehen (ZDF) und Medienreport (NDR): Medienpolitik in historischer Perspektive am Beispiel der Einführung des dualen Rundfunksystems Marie Sophie Beckmann (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg): Bildfläche als Protestfläche: Der Fernsehbildschirm als Ort politischer Auseinandersetzung | |
| 16:00 | Kaffeepause | |
| 16:30 | Panel 2 Programmanalyse Udo Michael Krüger (IFEM – Institut für Empirische Medienforschung, Köln): 40 Jahre Programmanalyse. Vortrag und Gespräch mit Gerlinde Frey-Vor (MDR, Leipzig) | |
| 17:30 | Kaffeepause | |
| 18:00 | Kamingespräch Maria von Welser im Gespräch mit Yulia Yurtaeva-Martens und Christoph Classen | |
| 20:00 | Gemeinsames Abendessen (Selbstzahler) | |
| Dienstag 23. September 2025 | ||
| 09:00 | Panel 3 Politik in Unterhaltungs- und Geschichtsformaten Moderation: Yulia Yurtaeva-Martens Christoph Classen (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam): Seiteneinsteiger. Lokalpolitik in Fernsehserien der frühen 1970er Jahre Sandra Nuy (Universität Siegen): Das Politische im Unpolitischen. Anmerkungen zur ZDF-Reihe Das Traumschiff Monika Weiß (Philipps-Universität Marburg): Frauenbild(er): Fiktion und Geschichte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen | |
| 10:30 | Kaffeepause | |
| 11:00 | Panel 4 Fernsehautoren in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit Moderation: Kai Knörr Tim Tolsdorff (HAW Hamburg): Michael Mansfeld: Autor und Agent. Ein Meister des Dokumentarspiels zwischen Idealismus und politischer Instrumentalisierung Antonia Kunze (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg): Das Medium erliegt „gelegentlich dem Charme der Politik“. Medienreflexive Repräsentationen des Fernsehens und Politikpersiflagen in den Fernsehwerken Loriots | |
| 12:00 | Kaffeepause | |
| 12:15 | Panel 5: Politik im ostdeutschen Fernsehen in den 1990er Jahren Moderation: Uwe Breitenborn Nikolai Okunew (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam): Politikfern: Die Rechtsextremismus-Berichterstattung bei MDR und ORB in den 1990er Jahren Gerlinde Frey-Vor (MDR, Leipzig): Sehen Ost- und Westdeutsche anders fern? Rezeptionsmuster von Fernsehen in den 1990er und frühen 2000er Jahren Schlussdiskussion | |
| 13:30 | Mittagspause | |
| 14:00 | Mitgliederversammlung des Studienkreises Rundfunk und Geschichte e.V. |

Tagungsgebühr: 50 €
Mitglieder des Studienkreises: 30 €
Studierende: 15 €
Bitte überweisen Sie bis zum 18.09.25:
Studienkreis Rundfunk und Geschichte
IBAN: DE20 5005 0201 0000 3920 49
BIC: HELADEF1822 Frankfurter Sparkasse
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